Sachen gibt’s, die kann’s eigentlich gar nicht geben: Verletzungsprobleme und eine fehlende Freigabe sorgen dafür, dass die Slowakei beim heutigen Straßenrennen bei der Rad-Weltmeisterschaft in Kanada keinen „echten“ Rad-Kapazunder ins Rennen schickt, sondern „nur“ einen Masseur …
Wie, was, wo, wieso, weshalb, warum? Eigentlich ganz einfach, wenngleich auch sehr bitter aus Sicht unserer östlichen Nachbarn: Eigentlich waren Matthias Schwarzbacher, Martin Svrček und Lukáš Kubiš für den Start beim Rennen in Montréal vorgesehen gewesen, doch die beiden Ersteren sind verletzt und Letzterer bekam von seinem Team Unibet keine Freigabe.
Die Umstände einfach unter „dumm gelaufen“ abzuhaken, war für den slowakischen Radsport-Verband keine Option, wie Nationaltrainer Jakub Vanco bei „Sportnet“ erklärte. Denn ohne einen Starter bei dem Rennen wäre die Slowakei vom Weltverband UCI mit einer Abwertung der Nationalen Meisterschaft „bestraft“ worden.
„Unsere Teilnahme wird rein formaler Natur sein!“
„Für den Landesmeister würde sich die Punktzahl halbieren, für den Zweitplatzierten würde sie um fast zwei Drittel sinken“, so Vanco. Konsequenzen wären ein Rückfall in der Weltrangliste und verringerte Start-Chancen bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.
Die Lösung für das anstehende Dilemma ergab sich durch eine „Nachnominierung“ aus den eigenen Team-Reihen: in der Person von Masseur Vladimír Kováčik, der zwischen 2014 und 2017 selbst Rennen gefahren war. „Unsere Teilnahme wird rein formaler Natur sein. Wir werden durch eine Person vertreten sein, die hier ist, die die Voraussetzungen formal erfüllt und eine Lizenz besitzt“, so Nationaltrainer Vanco.
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