In einem Statement hat sich Alpine nun zu den Hassnachrichten, die Franco Colapinto infolge seines Unfalls in Baku erhalten hatte, geäußert. Beim Grand Prix von Aserbaidschan hatte der Argentinier gleich drei Fahrer – sich selbst eingeschlossen – auf einen Streich aus dem Rennen genommen.
Was war geschehen? Nach Ende einer Safety-Car-Phase bremste Colapinto zu spät und fuhr mit zu hoher Geschwindigkeit in die Kurve. Er verlor die Kontrolle und räumte dabei nicht nur Weltmeister Lando Norris im McLaren, sondern auch seinen eigenen Alpine-Teamkollegen Pierre Gasly aus dem Weg.
Als Konsequenz wird Colapinto beim nächsten Rennen um fünf Plätze strafversetzt, zudem musste der 23-Jährige reichlich Kritik einstecken. Zwar hatte auch Alpines Teamchef Flavio Briatore scharf gegen seinen Schützling geschossen, am Sonntag veröffentlichte das Team dennoch ein Statement, in dem sich der Rennstall hinter seinen Fahrer stellte.
Rückendeckung von Alpine
„Als Team halten wir es für notwendig, uns noch einmal zu dem Hass und den Anfeindungen im Internet nach dem Großen Preis von Aserbaidschan zu äußern. Diese richteten sich nicht nur gegen einen unserer eigenen Fahrer, sondern auch gegen Mitglieder der Formel-1-Gemeinschaft – einschließlich der Medien – sowie gegen unsere Konkurrenten auf der Rennstrecke, die wir respektieren und bewundern und gegen die wir uns in der Königsklasse des Motorsports messen. Fehler passieren, wenn man am Limit fährt, doch unabhängig vom Ergebnis sollte niemand Hasskommentaren oder Beschimpfungen ausgesetzt sein“, heißt es in einem entsprechenden Social-Media-Beitrag.
Weiter: „Die Verurteilung von Anfeindungen in den sozialen Medien richtet sich nicht gegen eine bestimmte Fangemeinde oder die Anhänger eines speziellen Teams oder Fahrers, dieses Thema betrifft alle Fans des Sports und muss als solches benannt und wahrgenommen werden. Wie wir bereits bei früheren Gelegenheiten betont haben, verurteilen wir die Reaktionen einiger Fans im Internet aufs Schärfste und stehen solidarisch an der Seite der Formel 1, der FIA und der anderen Teams in dem Bestreben, dieses Verhalten zu unterbinden. Solche Vorfälle sind bei den jüngsten Rennen zur Regel geworden und dürfen nicht toleriert werden.“
Als stolzer Teilnehmer und Akteur in diesem Sport sei sich Alpine der Verantwortung bewusst, sich zu Wort zu melden und bei der Lösungsfindung zu unterstützen. „Wir werden weiterhin eng mit dem Veranstalter und Rechteinhaber der Meisterschaft sowie dem Dachverband zusammenarbeiten, um Wege zu erörtern, wie gegen Online-Anfeindungen vorgegangen und ein gesunder sportlicher Wettbewerb gefördert werden kann – jener Wettbewerb, für den die Formel 1 bekannt ist und der sie so besonders macht“, so das französische Team abschließend.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.