US-Sprinter sahnte ab

Bolt: „Großer Schritt in die richtige Richtung!“

Sport-Mix
13.09.2026 23:15
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Die mit 10 Millionen Dollar dotierte Premiere der World Athletics Ultimate Championship brachte in Budapest zwar keinen Weltrekord, dafür aber an den drei Tagen vor insgesamt 61.000 Zuschauern eine Flut von großartigen Leistungen – wie am Schlusstag vor allem der 200-m-Triumph von Melissa Jefferson-Wooden in sensationellen 21,47. 

Sprint-Legende Usain Bolt brachte es auf den Punkt: „Die zahlreichen Innovationen waren gut! Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung, die Leichtathletik weiter zu verbessern.“

Der achtmalige Sprint-Olympiasieger bei seinem Fazit: „Ich war begeistert, das hier zu sehen. Die Fans wurden gut eingebunden, die Musik sorgte für eine gute Atmosphäre, die Energie im Stadion war da. Die Ergebnisse herausragend.“ Das neue Layout wie zum Beispiel mit dem schwarz angestrichenen Rasen, der die rote Laufbahn noch besser hervorhob, begrüßte Bolt ebenso wie eine häufige Lichtshow - und natürlich das hohe Preisgeld. Die Sieger kassierten jeweils 150.000 Dollar. „Das Geld ist natürlich wichtig, dass du am Ende der Karriere das Leben auch genießen kannst.“

Doppel-Siege brachte 300.000 Dollar
Und die Sprint-Stars aus den USA waren auch die absoluten Großverdiener! Denn nur Kenneth Bednarek und Melissa Jefferson-Wooden schafften in Budapest jeweils zwei Siege, als sie das Double über 100 m und 200 m schafften und kassierten damit jeweils insgesamt 300.000 Dollar. Nach den 100 m gewann Bednarek die 200 m in der Weltjahresbestzeit von 19,52. Melissa Jefferson-Wooden rückte mit ihren 21,47 sogar an die dritte Stelle der „ewigen“ Weltbestenliste über 200 m vor. Nur Florence Griffith-Joyner (21,34) und Shericka Jackson (21,41) liegen da nur noch vor ihr. Dass auch die abschließenden 200-m-Finals im Zeichen der USA waren, wurmte Bolt: „Natürlich will ich Jamaika siegen sehen. Aber das ist ein Auf und Ab. Mal sind wir oben, mal die USA!

(Bild: AP/Matthias Schrader)

Bolt forderte, dass man aus dieser Premiere lernen und für die Zukunft Elemente bei anderen Leichtathletik-Großveranstaltungen einbauen solle. Weltpräsident Sebastian Coe betonte einmal mehr, dass hier „nur die Besten der Besten am Start“ gewesen seien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Ultimate Championship bei den Zuschauern am Fernsehen gut angekommen sei 

Bolt von Duplantis begeistert
Usain Bolt, Botschafter dieses neuen Formats der Welt-Leichtathletik, nannte (neben den 100 und 200 m) als seine persönlichen Highlights den Stabhochsprung, den Mondo Duplantis in einem großen Duell gegen Manolo Karalis (6,15 m) mit 6,20 m gewann und erst am neuen Weltrekord von 6,32 m scheiterte, und die Mixed-Staffel über 4 x 100 m, bei der die USA in 39,64 den Weltrekord nur um zwei Hundertstel verpasst hatten

Gala-Vorstellung von Alison dos Santos
Höchst begeistert war Usain Bolt am Schlusstag von den 400 m Hürden, in denen Alison dos Santos mit 45,98 seinem Weltrekord von 45,80 nahekam. Nur dos Santos mit diesen beiden Zeiten und Ex-Weltrekordler Karsten Warholm (in Budapest mit 46,78 Dritter) mit 45,94 haben bisher jemals die 46-Sekunden-Barriere unterboten. Dos Santos blieb damit in all seinen zehn Rennen dieses Jahres unbesiegt.

(Bild: AFP/JEWEL SAMAD)

1500 m eine Beute von Josh Kerr
Auf der Bahn ging es am Schlusstag noch einmal Schlag auf Schlag. Über 800 m gewann Djamel Sedjati (Alg) in 1:41,91 vor Marco Arop (Kan/1:42,28) und Emmanuel Wanyonyi (Ken/1:42,44). Meilen-Weltrekordler Josh Kerr (Gb) gewann die 1500 m in 3:293,5. Hier hatte Jakob Ingebrigsten, in Budapest Sieger über 5000 m, auf einen Start verzichtet. „Ich bin noch nicht wieder in der Lage, zwei Rennen in drei Tagen laufen zu können.“ Über 5000 m lief Likina Amebaw (Äth) zu einem Solo-Sieg in 14:30,36.

Tamberi mit großer Show
Von den technischen Disziplinen ragten am Schlusstag der Speerwurf und der Hochsprung heraus. Rumesh Pathirage (Sri Lanka) gewann in seinem letzten Versuch erzielten 91,09 mit dem Speer, Olymiasieger Gianmarco Tamberi flog über 2,37 zu der fetten Premiere von 150.000 Dollar.

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