Während Alexander Zverev im Finale der US Open steht, muss Karen Chatschanow seine Titelträume in New York begraben. Der Russe klagte nach seiner Dreisatzniederlage über eine Marotte Zverevs.
Der topgesetzte Zverev setzte sich im Halbfinale mit 6:3, 7:6(7) und 7:6(6) gegen Chatschanow durch. Dabei ließ der Deutsche den Ball erneut sehr oft aufspringen, bevor er serviert. „Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet. Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll“, schimpfte Chatschanow nach der Partie.
Zverev: „Das ist ziemlich lustig“
Der zeitintensive Ablauf von Zverev vor seinem Aufschlag erregte bei den US Open auch bereits Aufsehen in sozialen Netzwerken. Er habe vor dem Match eine Statistik gesehen, dass er den Ball in dem Turnier bereits 12.000-mal aufspringen gelassen hatte, sagte der Weltranglistenzweite selbst. „Das ist ziemlich lustig“, meinte Zverev. Er habe keine Ahnung, warum er dies mache. Dies sei keine Absicht.
Er zähle im Kopf nicht bis zu einer bestimmten Zahl. „Ich weiß nicht, warum es so stark gestiegen ist. Ich glaube, heute ist es wieder gesunken, weil ich es vor dem Halbfinale gesehen habe und dachte: ‘Okay, es muss weniger werden‘“, erklärte Zverev, der auch im Halbfinale den Ball immer wieder bis zu 20-mal vor einem Aufschlag tickte.
Das sagt das Regelbuch
Einmal kassierte er eine Verwarnung für eine Zeitüberschreitung. Die Spieler haben vor dem ersten Aufschlag 25 Sekunden Zeit, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat.
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