Große Ambitionen

Formel-1-Weltmeister gründet sein eigenes Rennteam

Formel 1
03.09.2026 07:21
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat mit „LN4 Fusion“ einen eigenen Rennstall mitgegründet, der ab 2027 in mehreren Nachwuchsserien an den Start gehen soll. Das Ziel ist klar: Junge Talente sollen auf dem Weg Richtung Formel 1 begleitet werden.

Dabei handelt es sich laut Norris keineswegs um ein kleines Nebenprojekt. „LN4 Fusion“ soll sich langfristig als feste Größe im Formelsport etablieren. „Ich bin sehr aufgeregt. Das ist eines der größten Dinge, an denen ich jemals beteiligt war, das nicht direkt mit meiner eigenen Formel-1-Karriere zu tun hat“, erklärte Norris vor dem Italien-GP gegenüber Sky Sports.

Start schon 2027
Bereits in der kommenden Saison soll das Team in der Formel 3 antreten. Dafür wurden ausgewählte Vermögenswerte des bisherigen Formel-3-Teams AIX Racing übernommen. Parallel dazu läuft das Bewerbungsverfahren für einen künftigen Einstieg in die Formel 2. Auch in weiteren Nachwuchsserien will „LN4 Fusion“ vertreten sein. 2027 sollen Teams in der italienischen Formel 4 sowie in der Formula Regional antreten. Perspektivisch ist zudem ein Einstieg in die britische Formel 4 geplant. Neben Norris steht eine hochkarätige Investorengruppe um Dan Richards hinter dem Projekt.

„Wir wollen die Besten sein“
An den Ambitionen lässt Norris keinen Zweifel. „Wir wollen natürlich die Besten sein. Wir wollen das führende Formelsport-Team werden“, stellte der McLaren-Star klar. Der Hauptsitz von „LN4 Fusion“ soll in Venetien in Italien entstehen. Dort wird derzeit eine neue Anlage gebaut. Zusätzlich ist ein britischer Standort in Cambridgeshire vorgesehen.

Lando Norris
Lando Norris(Bild: AP/Darko Bandic)

Nachwuchsprogramm unabhängig vom Rennstall
Zusätzlich zum Rennstall startet Norris das „LN4 Legacy Programme“. Das vollständig finanzierte Nachwuchsprogramm soll unabhängig vom eigentlichen Team arbeiten. Ziel ist es, gezielt Talente zu unterstützen, denen die finanziellen Mittel fehlen, um sich durch die Nachwuchsserien bis nach oben zu kämpfen. Betrieben wird das Programm von ADD Management unter der Leitung von Julian Rouse.

Norris weiß aus eigener Erfahrung, welche Summen auf dem Weg in die Formel 1 nötig sind. Seine Familie konnte seine Karriere bis in die Formel 2 finanzieren. Viele andere talentierte Fahrer hätten diese Möglichkeit nicht. „Das ist meine Art, etwas zurückzugeben“, erklärte Norris. Er wolle seine Infrastruktur, seine Partner und sein Wissen nutzen, um anderen Fahrern eine Chance zu geben. Dabei sollen laut dem Weltmeister Hunderttausende und sogar Millionen in das Projekt fließen.

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