Das Gotteshaus in Mösendorf (OÖ) durfte vier Tage lang nicht mehr betreten werden. Abschreckende Transparente hielten potenzielle Gäste erfolgreich auf Distanz.
Ein Totenkopf auf gelbem Warndreieck leuchtete von einem Transparent auf der Eingangspforte der Filialkirche Mösendorf (Gemeinde Vöcklamarkt). „Sehr giftige Gase!“, „Lebensgefahr!“, „Betreten verboten!“, wurde weiters auf Deutsch und Englisch gewarnt.
Rot-weiße Absperrbänder rund um die Türflügel verdeutlichten zusätzlich, dass ein Zutritt ins Gotteshaus keinesfalls zu empfehlen sei. „Begast mit: Sulfurylfluorid, Vikane, Profume“, lautete ein weiterer Warnhinweis.
Besorgte Durchreisende meldeten sich diese Woche bei der „Krone“. Eine Rückfrage bei der Diözese Linz brachte glücklicherweise rasch Licht ins Dunkel. Wie vermutet, war in der Kirche der Wurm – korrekterweise der Holzwurm – drin. Um darin aufbewahrte Kunst- und Kulturgüter auch der Nachwelt erhalten zu können, bestand offenbar Handlungsbedarf, Sanierungsmaßnahmen mussten gesetzt werden.
„In solchen Fällen werden zunächst alle Türen und Fenster versiegelt, dann Gas eingeleitet“, erklärt Michael Kraml von der Diözese. Die Folge: Holzwürmer und deren Larven sterben ab, nach wenigen Tagen kann das Gotteshaus wieder betreten werden. Kraml: „Vor zwei Jahren hatten wir das auch in der Stadtpfarrkirche Linz, damals gab es ebenfalls Anfragen.“
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