Gefahr für Menschen?

Tierschützer kritisieren Abschussfreigabe für Wolf

Oberösterreich
23.08.2026 16:00

Organisation bezweifelt eine Gefahr für Menschen durch das als Risikowolf eingestufte Tier aus dem Raum Peilstein im Mühlviertel an. Ihre Forderung: Die Landesregierung soll den aktuell geltenden letalen Entnahmebescheid sofort aussetzen.

Mit einem Eilt-Antrag wandte sich nun die Organisation Tierschutz Austria an die oö. Landesregierung. Inhalt: Überprüfung, Abänderung bzw. Aufhebung der im Juni 2025 in Kraft getretenen Wolfsmanagementverordnung.

Auf Vergrämung erst nicht reagiert
Zusätzlich wurde beantragt, die am 5. August erteilte Abschussfreigabe für einen Risikowolf aus dem Raum Peilstein auszusetzen. Dieser hatte sich in der Nähe bewohnter Gebäude und Viehweiden aufgehalten. Er soll auf Vergrämungsversuche erst nicht reagiert, sich nach wiederholten, intensivierten Maßnahmen aber entfernt haben.

„Keine unmittelbare Gefahr“
Dass für den erfolgreich vergrämten Wolf die Abschussfreigabe (gilt bis 29. August) erteilt wurde, stößt den Tierschützern sauer auf. Sie kritisieren, dass nicht bekannt sei, welche konkreten Punkte zur Einstufung als gefährlicher Risikowolf geführt haben: „Nach dem öffentlich verfügbaren Informationsstand ist keine unmittelbare Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen dokumentiert, die eine sofortige Entnahme rechtfertigen würde.“

Kritik gibt es nun auch an der Abschussfreigabe für einen Wolf in Reichenau im Mühlkreis, die am Freitag erlassen wurde.

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