Historischer Fund

67 Jahre alte Flaschenpost wurde jetzt freigelegt

Oberösterreich
24.08.2026 08:00

Während Fischer mit Drohnen tote Forellen bergen und 600 Kilo Weltkriegssprengstoff auftauchten, gab der Nussensee in Bad Ischl (OÖ) nun auch einen „Schatz“ frei. Eine vor Jahrzehnten versenkte Flasche mit einer Botschaft wurde aus dem Wasser gefischt.

Der Nussensee in Bad Ischl ist eigentlich bis zu 18 Meter tief und bis zu zehn Hektar groß. Nach dem Hitzesommer ist er aber auf eine kümmerliche Lacke mit gerade einmal drei Metern Wassertiefe geschrumpft. Wie berichtet, haben Fischer darum gekämpft, möglichst viele der Flossenträger zu retten.

Doch weil das zurückweichende Nass immer wieder versenkte Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg freilegte, musste der Seezugang gesperrt werden. Seit 10. August gilt die Sperre durchgehend – auch für die Fischer. Die haben inzwischen Luftunterstützung bekommen. Denn über den See zu fliegen, wurde behördlich erlaubt. Und so suchen die Petrijünger mit Hilfe einer Drohne, unter der eine Art Kescher montiert wurde, tote Fische im See und sammeln sie ein.

Fischer beim Versuch, möglichst viele Wassertiere zu retten.
Fischer beim Versuch, möglichst viele Wassertiere zu retten.(Bild: FROG Fischereiverband Oberes Salzkammergut)

Doch der sinkende Pegel brachte neben Weltkriegsrelikten – inzwischen sind schon 600 Kilo TNT entsorgt worden – auch einen ungefährlichen, aber spannenden Schatz zum Vorschein: eine Flaschenpost.

Diese war 1959 an einem Pfahl montiert und im See versenkt worden – hochoffiziell und im Auftrag des Bad Ischler Stadtamtes. Auch damals war der Wasserstand so niedrig, dass man durch die Flaschenpost ein Zeichen hinterlassen wollte. Jedoch soll die Flasche nicht mehr original, sondern 13 Jahre später erneuert worden sein, als der Nussensee wieder auf einen „historischen“ Tiefstand gesunken war.

Jetzt entdeckten Fischer die Flasche wieder, die von einem Sachverständigen untersucht werden soll und die eigentlich auch im Jahr 2006 schon gefunden werden hätte können. Denn vor 20 Jahren war der Nussensee ebenfalls auf die Größe eines Fußballfeldes geschrumpft und kaum noch zwei Meter tief gewesen. Damals war der See unter einer dicken Eisschicht abgeflossen, Hunderte Fische starben.

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