Nach zähem Ringen verkündete die Landespolitik Ende Mai den „Meilenstein“: Künftig werden bei der Flugrettung in Oberösterreich auch Nachtflüge möglich sein. Derzeit sieht alles nach einem programmgemäßen Start in einem Monat aus. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Was bisher in unserem Bundesland nicht möglich war, soll ab 25. September Routine werden: Notarzthubschrauberflüge auch in den Nachtstunden. Am Standort Suben im Innviertel soll dann der Christophorus Europa 3 rund um die Uhr einsatzbereit sein. In Kooperation mit Bayern wird damit der vierte 24/7-Notarzthubschrauber-Stützpunkt des ÖAMTC in Österreich realisiert. 2,25 Millionen Euro nimmt das Land OÖ dafür jährlich in die Hand.
Ausbildung für den Nachtbetrieb
Damit der Start gelingen kann, brauche es umfassende Vorbereitungen, sagt LH-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP): Ein 24/7-Betrieb stelle hohe Anforderungen an Personal, Technik und Infrastruktur. Zusätzliche Pilotinnen, Flugretter und Notärzte würden für den Nachtbetrieb vorbereitet und ausgebildet. Auch der Hubschrauber und die Ausstattung des Stützpunkts müssten für die besonderen Anforderungen des nächtlichen Einsatzes gerüstet sein.
Back-up-Fahrzeug wird stationiert
Einen Monat vor dem Start laufe alles nach Fahrplan, sagt Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung: „Unsere Crews haben sich intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet.“ Es gibt für sie aber auch noch etwas zu tun: Für das Back-up-Fahrzeug, das bei wetterbedingten Einschränkungen des Flugbetriebs in Suben zum Einsatz kommen soll, müssen noch die Fahrsicherheitstrainings absolviert werden.
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