Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) besuchte mit der „Krone“ im der Sommerserie die Summer City Camps. Und dort zeigte sich: Trotz Hitze und der schwierigen Suche nach geeignetem Personal leisten die Betreuer enormes.
In der Hans-Radl-Schule in Währing herrscht auch in den Sommerferien reger Betrieb. Denn hier befindet sich ein Standort der Summer City Camps der Stadt Wien. Insgesamt umfasst die Ferienbetreuung 33.300 Betreuungsplätze. Vor Ort stehen täglich 20 Plätze für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit Behinderung bereit. „Wir sind immer ausgebucht“, erzählt Standortleiter Adrian, während er Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) im Rahmen unserer Sommerserie durch die Räume führt.
Es gibt eigene Plakate zur Vermeidung von Hitze. Denn an den älteren Schulstandorten wie diesen gibt es keine Klimaanlage. „Es ist manchmal herausfordernd, aber wir versuchen dem entgegenzutreten“, so ein Betreuer. Emmerling wirft ein: „Die Kühlung ist aber an den neuen Bildungscampussen Standard.“
„Hier spüren sich die Kinder“
Im durchaus warmen Turnsaal angekommen toben die Kinder. Jedem Sprössling steht ein eigener Mitarbeiter zur Verfügung. „Hier spüren sich die Kinder“, freut sich die Politikerin und weiter: „Es ist beeindruckend zu sehen, was die Betreuer leisten, vor allem bei den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder.“ Und dann kommt auch schon der neunjährige Benjamin auf die Vizebürgermeisterin zu. Er hat Interesse an einem „Interview“- immerhin ist er heute in einer wichtigen Position. Nämlich der Ersatzschulwart. „Die Kinder nehmen diese Aufgabe sehr ernst“, weiß Adrian.
Emmerling unterhält sich mit dem Neunjährigen, bevor sie sich noch von einer Mitarbeiterin das Kärtchensystem erklären lässt. Da einige Kinder nonverbal sind oder Schwierigkeiten haben, sich zu artikulieren, nutzen sie Kärtchen mit Bildern, um Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken.
„Es ist anstrengend, aber es zahlt sich aus“
„Mich macht die Wiener Ferienbetreuung schon stolz, denn sie ist österreichweit einzigartig“, so die Vizebürgermeisterin. Im Garten spielen Kinder einer inklusiven Gruppe gerade Fußball. Emmerling unterhält sich mit einem Betreuer, der bereits das vierte Jahr in den Summer City Camps mitmacht: „Es ist anstrengend, aber es zahlt sich aus“, berichtet er.
Wenig qualifizierte Fachkräfte
Geeignetes Personal zu finden, sei nicht leicht, schildert Sabine Raab von den Kinderfreunden. „Die Bedürfnisse von Kindern mit Beeinträchtigung sind sehr unterschiedlich. Und so viele qualifizierte Fachkräfte gibt es nicht“, sagt sie. Zudem seien es saisonale Jobs, die viele nicht machen wollen oder können. Emmerling möchte das Ferienangebot für Kinder mit Behinderung weiter ausbauen, denn der Bedarf steigt und kann schon jetzt nicht vollends gedeckt werden.
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