23.02.2006 14:19 |

Doping-Skandal

Jetzt wird auch die Politik aktiv

Die Doping-Vorwürfe gegen österreichische Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Turin beschäftigen nun auch die Politik. Während die SPÖ ein Anti-Doping-Gesetz fordert, will Innenministerin Prokop keine Verschärfung der bestehenden Gesetze nach italienischem Vorbild. Eine strafrechtliche Verfolgung gedopter Sportler kann sie sich ebenso wenig vorstellen wie Justizministerin Gastinger.

SPÖ-Klubobmann Cap meinte, die Verhandlungen für ein Anti-Doping- Gesetz sollten so rasch als möglich aufgenommen werden. Der Regierung warf er in diesem Zusammenhang Untätigkeit vor. Heftige Kritik übte er auch am Krisenmanagement des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV). Für Cap ist es "höchste Eisenbahn", jetzt ein Signal zu setzen und der internationalen Sportwelt zu signalisieren, dass Österreich rasch reagiere.

Prokop sieht lediglich in einigen Punkten Anpassungsbedarf an internationale Anti-Doping-Bestimmungen. Das Verbot von Doping sei ohnehin Teil der Spielregeln.

Weiterhin keine Ergebnisse der Doping-Kontrollen
Bezüglich der Doping-Kontrollen von zehn österreichischen Biathleten und Langläufern heißt es weiterhin warten. IOC-Sprecherin Davies wollte sich am Donnerstag auch nicht auf einen Termin festlegen, die Wartezeit gebe es aus rein medizinischen Gründen. Außerdem dementierte sie Gerüchte, wonach das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem ÖOC wegen der Doping-Affäre Sanktionen angedroht hätte.

"Wir begrüßen hingegen sehr, dass das ÖOC selbst eine Untersuchungskommission einsetzen wird", so Davies. Im Gegenteil man arbeite mit dem ÖOC zusammen. "Wir hoffen, dass auch deren Kommission helfen wird, Licht in die Sache zu bringen."

Angedrohte Sanktionen "nur Gerücht"
Ein Disziplinar-Komitee sei noch nicht ins Leben gerufen worden. Darum seien auch die angeblich angedrohten Sanktionen nur ein Gerücht, weil es ja nicht einmal noch eine Disziplinar-Kommission gebe. Auf die Frage, ob die Pressekonferenz von Schröcksnadel der Sache förderlich gewesen sei, blickte die IOC-Sprecherin nur vielsagend.

Auf die Frage, ob die Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2014 von dieser Affäre beeinflusst werde, meinte Davies: "Diese zwei Themen sind nicht notwendigerweise miteinander verwandt."

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