Do, 15. November 2018

"Krone"-Ombudsfrau

08.10.2014 13:50

Hubschrauber-Rettung: Kärntner muss zahlen

Das Rettungswesen in Österreich ist gut organisiert. Hilfe ist meist rasch zur Stelle, auch dank der vielen Rettungshubschrauber. Dass es aber noch immer einem finanziellen Glücksspiel gleicht, mit welchem Unternehmen Patienten ins Spital geflogen werden, ist ein Skandal. Ihre Ombudsfrau fordert daher einmal mehr eine einheitliche Regelung für alle Bundesländer!

Zu Hause plötzlich bewusstlos zusammengebrochen ist der Vater von Maximilian L. aus Kärnten. Die alarmierte Rettung war rasch zur Stelle und forderte den Rettungshubschrauber an. Mit Verdacht auf einen Schlaganfall wurde der 91-Jährige ins Krankenhaus geflogen, wo sich die Diagnose bestätigte.

Wenige Wochen später folgte ein weiterer Schock. Die Rechnung für den Huschraubereinsatz in Höhe von 4.600 Euro flatterte ins Haus. "Nach einem Einspruch wurde die Rechnung auf 3.700 Euro reduziert. Mein Vater hat aber nur eine kleine Pension und kann das nicht bezahlen. Außerdem hat er sich nicht ausgesucht, welcher Hubschrauber ihn ins Krankenhaus fliegt", wandte sich der Sohn verzweifelt an uns. Da das Rettungsunternehmen keinen Vertrag mit dem Bundesland Kärnten hat, müssen die Kosten für den Einsatz vom Patienten beglichen werden.

Ihre Ombudsfrau hat schon öfters über ähnliche Fälle berichtet und eine österreichweite Regelung gefordert. Anders als bei Freizeitunfällen kann man sich für die Kosten einer Hubschrauber- Rettung bei anderen medizinischen Notfällen nicht im Vorfeld mit einer Versicherung absichern. Ob man für die Bergung eine Rechnung bekommt, bleibt weiterhin "Glückssache". Je nachdem ob das Rettungsunternehmen Verträge hat.

Im Fall von Herrn L. hat das Land Kärnten letztlich mit 1.000 Euro ausgeholfen. Den Rest muss der Pensionist in kleinen Raten an das Hubschrauberunternehmen begleichen. Eine zufriedenstellende Lösung ist das keinesfalls ...

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Aufschrei im Internet
Pfarre verjagt geliebte Friedhofskatze „Blacky“
Oberösterreich
Glänzende Kurven
Sarina Nowak funkelt in einem Hauch von Nichts
Video Stars & Society
Rund 10 Millionen Euro
Am Sonntag wartet dritter Lotto-Sechsfachjackpot!
Österreich
Nicht zu glauben!
Test-Fiasko! Schweiz blamiert sich gegen Katar
Fußball International
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.