Enzo Diessl ist nur 14 Tage nach seinem schweren Trainingssturz ein sensationelles Comeback gelungen! Beim Gold-Meeting in Zagreb lief er in einem Weltklasse-Feld als Fünfter mit 13,26 gleich eine Saisonbestzeit. „Ich bin super, super happy, bin stolz auf mich!“
Als seine 13,26 an der Anzeigetafel aufleuchteten, machte der 22-Jährige einige Luftsprünge vor Freude. Die ganze Belastung der vergangenen beiden Wochen war von ihm gewichen. Er war von einer zentnerschweren Last befreit. Mit einer solchen Zeit, der fünftbesten seiner Karriere, hatte wirklich niemand rechnen können.
„Ein flüssiger Lauf!“
„Ich bin mega zufrieden mit dem Lauf!“, meinte Diessl. Wobei er nach einem überraschend schnellen Startkommando („Es war ein superschneller Startschuss!“) zunächst nicht perfekt ins Rennen gekommen war. „Aber hinten raus war es ein flüssiger Lauf. Ich bin einfach happy!“ Begleitet wurde Enzo von seinen Eltern sowie dem Trainergespann Beate Hochleitner und Christoph Ranz.
Damit sorgte Enzo auch für das Glanzlicht der ÖLV-Aktiven bei dem berühmten Boris Hanžeković Memorial.
Bredlinger: „Bin heute gestorben!“
In einem irren Hitze-Rennen war zuvor Caroline Bredlinger im 1. Final-Lauf über 800 m in 2:00,45 auf den fünften Platz gekommen. Allein die Vorbereitung zu diesem Lauf war unverantwortlich gewesen. Auf den Start mussten die Läuferinnen bereits auf der Bahn glatte zehn Minuten in der prallen Sonne warten. Auf jeden Schritt spürte die Burgenländerin die wahnsinnigen Bedingungen bei Temperaturen um 35 Grad.
„Bis 600 m ging es trotzdem noch nach Plan. Aber die folgenden 100 m waren eine Katastrophe.“ Auf der Zielgeraden kämpfte sie sich noch einmal mit letzter Energie näher an die Spitze und wurde Fünfte in dem von Vivian Chebet Kiprotich (Ken) in 1:59,26 gewonnenen Lauf. Im 2. Finale war nur noch eine Läuferin schneller als Caroline Bredlinger, sodass sie gesamt den sechsten Platz belegte. Auf Instagram kommentierte Caro später: „Let’s just say: I died today.”
„Würfe technisch nicht sauber“
Lukas Weißhaidinger hatte zum Auftakt des Meetings im Diskuswurf den fünften Platz belegt. Der Vize-Europameister erzielte im vierten Durchgang mit 63,16 seine Tageshöchstweite. „Meine Würfe waren heute technisch nicht sauber, ich hatte mir schon mehr erwartet.“ Im Kampf um den Sieg behielt Ex-Weltmeister Kristjan Ceh (Slo) die Nerven und verdrängte im letzten Versuch mit 70,32 m den bis dahin führenden Briten Lawrence Okoye (68,24 m) von der Spitze.
Seinen nächsten Wettkampf bestreitet Weißhaidinger wie auch Diessl am kommenden Mittwoch bei den Austrian Open in Eisenstadt.
Enzo Diessls schnellste Zeiten über 110 m Hürden:
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