Hinterseer strahlt

Mausefalle sorgt für neue Dimensionen in Kitzbühel

Sport-Mix
30.05.2026 09:29

Warum die Mausefalle in Kitzbühel auch bei 30 Grad und ganz ohne Schnee für internationale Furore sorgt und der Rummel um den heimischen Golf-Superstar Sepp Straka bei den Austrian Alpine Open die Verantwortlichen der DP World Tour an Rory McIlroy erinnert.

In Kitzbühel strahlen alle mit der Sonne um die Wette. Die ersten zwei Tage der Austrian Alpine Open waren ein großer Erfolg. Guido Hinterseer, Manager des Golfplatzes Kitzbühel-Schwarzsee-Reith, sagte angesichts der Fanmassen: „Ich bin etwas geflasht. Dass alles so aufgeht, erzeugt im ganzen Team ein Gänsehaut-Gefühl. Mit diesem Event hat sich die österreichische Golfwelt verändert.“

Sepp Straka sorgt für einen Fanansturm in Kitzbühel.
Sepp Straka sorgt für einen Fanansturm in Kitzbühel.(Bild: GEPA)

Viktoria Veider-Walser, Geschäftsführerin des den Golfplatz betreibenden Kitzbühel Tourismus, nickt: „Wir sind etwas sprachlos. So einen fulminanten Start hatten wir nicht erwartet. Es ist schön, dass der Mut der Veranstalter um Edwin Weindorfer und Ali Al-Khaffaf so belohnt wird.“

Die Begeisterung auf dem Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith ist riesig.
Die Begeisterung auf dem Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith ist riesig.(Bild: Kitzbühel - Tirol / Jan Hetfleisch)

Auch die DP World Tour ist begeistert. Die prächtigen TV-Bilder sorgen für internationale Furore. Besonders schön ist die siebente Spielbahn, die intern Mausefalle genannt wird. Hinterseer, Papa von Ex-Fußball-Teamspieler Lukas und einst Junioren-Weltmeister in der Kombination, erzählt: „Dort siehst du das Starthaus der Streif, das Kitzbüheler Horn und den Wilden Kaiser.“

„Kennen wir sonst nur von McIlroy“
Und auch die Fanmassen auf dem Golfplatz Schwarzsee-Kitzbühel-Reith erinnern an die Hahnekamm-Rennen. Jay Aggarwal, Medienverantwortlicher der DP World Tour, sagt zur Straka-Mania in Tirol: „Das sind Dimensionen, die wir sonst nur von Rory McIlroy kennen.“ Am Freitag kamen 7400 Zuschauer auf die Anlage. Tausende von ihnen waren bei der Runde von Sepp Straka dabei.

„Mehr los als bei Markus Briers Heimsieg 2006“
Einer von ihnen war Sepps erster Trainer Claude Grenier. Der Austro-Kanadier staunte: „Es war am zweiten Tag mehr los, als beim Sieg von Markus Brier 2006 im GC Fontana. Ich habe irgendwann abgebrochen, bin zu einem TV-Bildschirm, weil ich auf dem Platz nichts mehr gesehen habe.“ Im Pressezelt gab es ein Wiedersehen mit Sepp samt inniger Umarmung.

Manner-Schnitten und Schnitzel
Straka meinte zur Atmosphäre: „Diese Stimmung war die klare Nummer eins des Tages, eine Werbung für Österreichs Golfsport.“ Mit der Hitze kam er gut klar: „Ich fand es nicht so heiß, habe sieben Flaschen Wasser getrunken und viel gegessen.“ Nach dem Ryder Cup-Sieg 2026 stellte Sepp seine Ernährung um: „Ich bin jetzt gesünder unterwegs“ Lachend ergänzte er: „Es gibt aber schon noch schlechte Sachen. Gerade diese Woche sind es Manner-Schnitten und Schnitzel.“ Das Ziel für das Wochenende ist klar – die Gegner panieren: „Es ist noch alles drin.“

Maximilian Steinlechner hat diese Woche viel Spaß.
Maximilian Steinlechner hat diese Woche viel Spaß.(Bild: GEPA)

Steinlechner gleichauf mit Straka
Maxi Steinlechner, der eine 68 spielte und mit Straka auf Platz 11 liegt, nickte: „Ich wünsche mir Sonntag einen Finalflight mit Sepp. Und den Bernd nehmen wir auch dazu.“ Jener Bernd Wiesberger war nach seiner 69 aber schlecht drauf: „Ein Frust-Tag.“ Als 30. liegt er aber „nur“ zwei Schläge hinter Straka und Steinlechner.

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