Herzgeste nach Aus

Letzte French Open? Das sagt Novak Djokovic selbst

Tennis
30.05.2026 09:57
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach seinem überraschenden Ausscheiden bei den French Open gegen den Brasilianer Joao Fonseca fand Novak Djokovic lobende Worte für den Teenager. Ob er auch kommendes Jahr in Paris spielen wird, ließ er offen ...

Nach seinem vielleicht letzten Auftritt bei den French Open geriet Tennisstar Novak Djokovic geradezu ins Schwärmen, als er über seinen halb so alten Bezwinger sprach. „Er hat Talent und Schlagkraft. Ganz Brasilien feuert ihn an, die Begeisterung um ihn ist riesig – und das völlig zu Recht“, sagte der 39-jährige Serbe nach seinem Drittrundenaus über Joao Fonseca: „Hoffentlich wird er der nächste große Star und gewinnt Grand-Slam-Turniere. Das wünsche ich mir wirklich sehr.“

Für Novak Djokovic war in der dritten Runde Schluss.
Für Novak Djokovic war in der dritten Runde Schluss.(Bild: AFP/DIMITAR DILKOFF)

Der „regelrechte Hype“, den es um den 19-jährigen Brasilianer gebe, sei gerechtfertigt, meinte Djokovic. Das habe auch seine eigene 6:4,6:4,3:6,5:7,5:7-Niederlage im fast fünfstündigen Fünfsatz-Krimi gezeigt. „Ich glaube nicht, dass ich mit meinem Spiel zu viel falsch gemacht habe. Er war einfach besser“, sagte Djokovic: „Zweifellos war er der bessere Spieler in den wichtigen Momenten.“

Joao Fonseca
Joao Fonseca(Bild: EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON)

Eigentlich ist das sein Qualitätsmerkmal. Doch zumindest bei der Hitze von 30 Grad gegen einen vor Energie nur so strotzenden Teenager konnte er nach einer 2:0-Satzführung nicht mehr mithalten. „In den nächsten Sätzen habe ich mich auf dem Platz überhaupt nicht gut gefühlt“, gab der 24-malige Grand-Slam-Turniersieger zu.

Letzter Auftritt in Paris? 
Am Ende habe er das Gefühl gehabt, „kaum noch auf den Beinen stehen“ zu können. „Es wäre schön, wenn es im ‚best of three‘-Modus laufen würde“, scherzte er, „aber so ist es nicht.“ Die Chancen auf seinen 25. Grand-Slam-Turniersieg waren in diesem Jahr so gut wie lange nicht, nachdem der Italiener Jannik Sinner in der zweiten Runde ausgeschieden und der Spanier Carlos Alcaraz verletzungsbedingt gar nicht erst angetreten war.

Beim Verlassen des Platzes formte Djokovic mit den Händen ein Herz und zeigte es in Richtung des Publikums – eine Abschiedsgeste? Auf die Frage, ob man ihn auch im nächsten Jahr in Paris sehen werde, antwortete der dreimalige French-Open-Gewinner: „Ich weiß es nicht.“ Beim Rasen-Klassiker in Wimbledon dürfte Djokovic zumindest noch einmal einen Anlauf für den erhofften 25. Grand-Slam-Triumph nehmen.

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