„War gute Erfahrung“

Bencic zu stark! Kraus muss die Segel streichen

Tennis
24.05.2026 13:39
Porträt von Gernot Bachler
Porträt von krone Sport
Von Gernot Bachler und krone Sport

Für Sinja Kraus dauerte ihre Grand-Slam-Premiere wie zu befürchten war nur ein Match. Sie unterlag zum Auftakt der French Open auf dem Court Philippe Chatrier der Weltranglisten-Elften Belinda Bencic nach 1:30 Stunden 2:6, 3:6.

Nicht einmal halb gefüllt war der Court Philippe Chatrier, als Sinja Kraus und Belinda Bencic die diesjährigen French Open auf dem größten Platz von Roland Garros eröffneten. Für die Österreicherin vielleicht auch kein Nachteil, hatte sie doch Derartiges noch nicht erlebt. Von Nervosität war bei Kraus nicht viel zu merken. 

Hier die Stats zum Spiel:

Hilfreich war, dass sie ihr erstes Aufschlagspiel durchbrachte. Danach hielt die Wienerin mit der Weltranglisten-Elften in den Rallyes durchaus gut mit, zog in der Mehrzahl aber eben doch den Kürzeren. Ein großer Unterschied war, dass Kraus mit ihrem zweiten Aufschlag keinen Druck ausüben konnte, während Bencic bei eigenem Service nichts anbrennen ließ. So holte sich die Schweizerin nach 35 Minuten den ersten Durchgang 6:2.

Belinda Bencic war zu souverän.
Belinda Bencic war zu souverän.(Bild: AFP/DIMITAR DILKOFF)

Mammut-Game verloren
Im zweiten kämpfte Kraus noch vehementer. In einem elfminütigen Game wehrte sie drei Breakbälle ab, verlor aber nach dem vierten ihren Aufschlag zum 1:3. So verlief auch der zweite Satz letzlich nach demselben Muster. Bei 2:5 konnte Kraus noch einen Matchball abwehren, im folgenden Game einen weiteren, den dritten nutzte Bencic aber zum 6:2, 6:3.

„Das war eine gute Erfahrung“, nahm die Österreicherin die Niederlage gelassen. Verständlich, denn: „Sie ist eben die Nummer 11 der Welt. Sie bringt dann noch mal die Bälle zurück, die andere nicht bringen. Geschenke gibt es von ihr keine.“

Kraus konnte trotz Niederlage zufrieden sein.
Kraus konnte trotz Niederlage zufrieden sein.(Bild: AFP/DIMITAR DILKOFF)

„Das sind Matches, für die ich spiele“
Auch die Nervosität hatte bei Sinja eine Rolle gespielt. Man spielt schließlich nicht alle Tage auf dem größten Sandplatz der Welt. „Das sind ja auch die Matches, für die ich spiele. Nächstes Mal wird es mir auf dem großen Court sicher leichter fallen.“ Das könnte schon in Wimbledon sein, wo Kraus einen Fixplatz im Hauptbewerb hat.

Und weitere Grand Slams werden folgen. Kraus hat ihr Spiel in den letzten Monaten stabilisiert, nicht umsonst die Top 100 erreicht. „Sowohl mental als auch spielerisch habe ich mich weiterentwickelt“, befindet sie. „Mein Spiel ist sehr von meinem Selbstbewusstsein abhängig.“ Das nach den guten Leistungen und mehr Partien gegen Topspielerinnen gewachsen ist.

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