DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann steht wegen seines Umgangs mit Deniz Undav in der Kritik. Nun legte auch Legende Stefan Effenberg nach und fand deutliche Worte: „So etwas macht man nicht!“
Stuttgart-Torjäger Undav spielt eine starke Saison, kam im Nationalteam jedoch nur begrenzt zum Einsatz. Gegen Ghana brauchte er zwar etwas, fand dann aber ins Spiel und erzielte schließlich den 2:1-Siegtreffer. Trotzdem sorgte Nagelsmann danach mit seiner Analyse für Aufsehen. Er stellte klar, dass Undav zunächst „alles andere als gut unterwegs war“ – und sich an dessen Rolle vorerst nichts ändern werde.
Effenberg widerspricht klar
Für Stefan Effenberg ist das nicht nachvollziehbar. „Wenn du der beste Bundesliga-Stürmer hinter Harry Kane bist, eine Top-Quote hast und in 39 Spielen an 36 Toren beteiligt bist, solltest du in der Startelf stehen. Nach dem Leistungsprinzip solltest du dann in der Startelf gesetzt sein“, sagte der 57-Jährige im „Doppelpass“ bei Sport1.
Auch die Begründung für andere Entscheidungen stößt ihm sauer auf. „Wenn du Woltemade aufstellst und das damit begründest, dass er Selbstvertrauen gewinnen muss: Ja, aber bitte im Verein und nicht in der Nationalmannschaft. Da sollen die Besten spielen.“
Kritik am Umgangston: „So etwas macht man nicht“
Besonders die öffentliche Kritik an Undav geht Effenberg zu weit. „So darfst du niemals über einen Spieler aus deinem Team sprechen. So etwas macht man nicht. Das macht man hinter verschlossener Tür, aber nicht öffentlich.“
Mit dieser Meinung steht er nicht allein, denn bereits zuvor hatten mehrere Experten den Bundestrainer kritisiert.
Gespräch bringt Klarheit
Immerhin scheint die Situation intern entschärft zu sein. Undav bestätigte, dass es ein Gespräch mit Nagelsmann gegeben habe. Demnach sei zwischen Spieler und Trainer alles geklärt. Die Diskussion über Einsatzzeiten und Kommunikation dürfte dennoch weitergehen.
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