ORF-Wut. Die Reaktionen auf die „Krone“-Berichterstattung rund um die ORF-Krise mit dem Aufruf an unsere Leser und User, ihre Meinung dazu kundzutun – sie reißen nicht ab, sie sind großteils heftig und energisch. Es kommt nach den aktuellen Geschehnissen der vergangenen Wochen, in denen unter anderem Generaldirektor Roland Weißmann wegen des Vorwurfs sexueller Nötigung gehen hatte müssen und andererseits bekannt wurde, dass sein hausinterner Widersacher Pius Strobl eine fette Abfindung über mehr als zwei Millionen Euro kassieren möchte auch nicht überraschend. Wurden doch zudem in der Vorwoche die Spitzengehälter veröffentlicht, die als Gagenkaiser ausgerechnet Strobl, Weißmann und den im Vorjahr von Weißmann in die Wüste geschickten Ex-Sportchef Hannes Aigelsreiter wie auch den höchst umstrittenen ORF-III-Chef Peter Schöber neben dem obersten Werbevermarkter Oliver Böhm unter den Top-5 auflisten. Nur zur Erinnerung: Sie kassieren monatlich knapp so viel wie der Bundeskanzler bis zu weit mehr als der Bundespräsident. Und wer zahlt all das? Genau: ALLE österreichischen Haushalte, ob wir nun wollen oder nicht. Kein Wunder, wenn die Wut auf den ORF eine immer größere wird.
Radikale Forderung. Die Menschen im Land, das liest man aus der „Stimme Österreichs“ ganz klar heraus, wollen nicht für eine Zwangsbeglückung durch den von der Regierung kontrollierten Sender bezahlen müssen. Sie fordern in ihren Reaktionen auf krone.at mit lauter Stimme „Raus mit der Politik aus dem ORF“, sie kritisieren etwa „die politische Kaste hat sich in allen Organisationen, wo es um Geld, Macht und Kommunikation geht, tief in die Strukturen hingearbeitet“ und verlangen „Sofort weg mit dieser unnötigen ORF-Zwangsabgabe!“ Andere gehen noch weiter, wie jener „Krone“-Leser, der eine interessante Forderung aufstellt: „Sofort weg mit dem ORF und einen Infokanal entsprechend dem öffentlichen Auftrag neu gründen.“ Eine radikale Forderung – aber wenn die Politik nicht sehr rasch auf den gewaltigen Unmut über den so sehr in ihrem Einfluss stehenden ORF reagiert, dann darf sie sich nicht wundern, wenn eine Dynamik entsteht, die sie nicht mehr einfangen kann.
Kommen Sie gut durch den Ostermontag!
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