Internetriese Google errichtet im oberösterreichischen Kronstorf ein Rechenzentrum, das letztlich Platz für 700 Arbeitsplätze bieten soll. Im Februar kontrollierte die Finanzpolizei die Baustelle und deckte zahlreiche Verstöße von Subunternehmen auf. Deshalb stehen die Bagger nun immer noch still.
Es ist ohnehin schon ein schier endloses Projekt: 2008 kaufte der Internetriese Google im oberösterreichischen Kronstorf ein Grundstück. Heuer, 18 Jahre später, startete offiziell der Bau eines Rechenzentrums, in dem Unmengen an weltweiten Daten verarbeitet werden sollen – die „Krone“ hat berichtet.
Doch nun stehen die Bagger schon wieder still. Denn nachdem die Finanzpolizei auf der Baustelle im Februar zahlreiche Übertretungen festgestellt hatte, „haben wir alle Arbeiten vorübergehend eingestellt“, bestätigt Google auf Anfrage.
Neues Rechenzentrum soll 700 Arbeitsplätze bieten
Bei ihrer Kontrolle traf die Finanzpolizei 31 Arbeitskräfte an und stellte dabei 26 Übertretungen von sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften, eine gewerberechtliche Übertretung sowie vier Verstöße gegen das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz fest. „Die Verstöße wurden von Subunternehmern, die außerhalb der direkten Kontrolle von Google handelten, begangen“, heißt es vom Internetriesen.
Google teilt auf „Krone“-Anfrage weiter mit: „Wir haben ein Compliance-Verfahren eingeleitet, um sicherzustellen, dass alle unsere Auftragnehmer alle Gesetze und Vorschriften einhalten, bevor die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.“ Das Rechenzentrum soll letztlich 700 Arbeitsplätze bieten.
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