„Krone“-Kommentar

Ostern in einer zunehmend islamischen Gesellschaft

Österreich
04.04.2026 06:00

Die Glocken sind nach Rom geflogen und in vielen Kirchen des Landes findet am heutigen Karsamstag die traditionelle Fleischweihe statt. Schinken, Eier, Kren und Kräuter werden gesegnet, gefolgt von der „Halleluja-Jause“. Österliches Brauchtum hat nicht immer, aber sehr oft mit dem Glauben an die Auferstehung, den Sieg des Lebens über den Tod zu tun. Es ist die Quintessenz des höchsten christlichen Festes.

Wenn Politiker wie zuletzt Sepp Schellhorn in der ORF-„Pressestunde“ Palmesel verteilen und sich als „Osterfanatiker“ bekennen, wirkt das vielleicht für viele wie aus der Zeit gefallen. Mir hat es imponiert. Brauchtumspflege und damit verbunden das Bekenntnis zum Glauben werden in einer zunehmend islamischen bzw. konfessionslosen Gesellschaft für das kulturelle Selbstverständnis immer wichtiger.

Einer Studie des „Vienna Institute of Demography“ zufolge wird die Zahl der Konfessionslosen in 30 Jahren auf 24 Prozent steigen, der Anteil der Muslime wird dann etwa 17 Prozent der österreichischen Bevölkerung ausmachen (im Moment 8,3). Dem römisch-katholischen und evangelischen Glauben fühlen sich derzeit noch 59 Prozent verbunden – 1951 waren es 95,2 Prozent. Der Trend ist eindeutig.

In der Klasse des Sohnes einer Freundin sind von 24 Kindern gerade einmal acht getauft. Es ist keine Brennpunktschule in Wien-Favoriten, sondern eine katholische Privatschule.

In diesem Sinne: Gesegnete Ostern!

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