Jannik Sinner hat seinen perfekten März mit dem Finalsieg in Miami gekrönt. Im Duell um den Turniersieg besiegte der Südtiroler am Sonntag (Ortszeit) den als Nummer 21 gesetzten Tschechen Jiri Lehecka 6:4,6:4. Durch den Triumph auch zwei Wochen davor in Indian Wells holte Sinner auch das Sunshine Double – als erster Spieler seit Roger Federer 2017 sowie als insgesamt achter, vorher noch niemand hat im Lauf dieser beiden Turniere wie nun Sinner aber noch keinen Satz abgegeben.
Zugleich baute Sinner seine Masters-1000-Rekordbilanz auf 34 Satzgewinne in Folge aus. Die Serie hat beim letztjährigen Hallen-Turnier in Paris begonnen. „Das ist ein ganz besonderer Moment“, sagte der 24-Jährige. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das Sunshine Double gewinnen würde, weil es so schwierig zu erreichen ist.“ Federer hat es aber gar dreimal geschafft (2005, 2006, 2017), Novak Djokovic viermal (2011, 2014, 2015, 2016). Je einmal gelang dies Jim Courier (1991), Michael Chang (1992), Pete Sampras (1994), Marcelo Rios (1998) und Andre Agassi (2001).
Zweiter Titel für Sinner in Miami
Wegen Regens begann das Endspiel in Florida mit mehr als einstündiger Verspätung. Nachdem sich Sinner dank eines frühen Breaks den ersten Satz gesichert hatte, musste die Partie zu Beginn des zweiten Satzes wegen erneuten Regens auch für mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Im zweiten, ausgeglichenen Satz holte sich Sinner das Break zum 5:4 und brachte anschließend sein Service sicher durch. Nach 1:33 Stunden machte Sinner seinen insgesamt zweiten Miami-Erfolg nach 2024 perfekt. Im Vorjahr konnte er seinen Titel wegen einer Dopingsperre nicht verteidigen.
Der Kampf um die Weltranglistenführung zwischen ihm und dem in Miami früh ausgeschiedenen Carlos Alcaraz wird sich nun in der europäischen Sandplatz-Saison zuspitzen. Sinner liegt nur noch 1.190 Punkte hinter dem Spanier, zudem hat er den ganzen April über keine Punkte zu verteidigen. Der ebenfalls 24 Jahre alte Lehecka stand beim mit 9,4 Mio. Dollar (8,16 Millionen Euro) Event erstmals in einem Masters-1000-Finale und hat im Ranking mit Position 14 ein Karrierehoch erreicht. Die besten Österreicher sind Sebastian Ofner und Filip Misolic als 78. bzw. 86.
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