Ein Schützenfest zum Start ins WM-Jahr. Das perfekte Rezept, um eine Welle der Begeisterung loszutreten. 40.200 Fans im Prater sorgten für eine beeindruckende Kulisse, doppelt bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass es sich lediglich um den ersten Probegalopp für die Endrunde im Sommer handelte. Saukalt, ungemütliches Wetter, eine heruntergekommene Betonburg als Stadion - doch fünf Treffer heizten dem Anhang ein.
Dennoch war es nicht so heiß, dass nach etwa 20 Minuten eine Abkühlpause eingelegt hätte werden müssen. Eine offizielle Spielunterbrechung, die es den Fußballern ermöglicht, zu trinken und die Körpertemperatur zu regulieren. Im Fall von extremer Hitze und Luftfeuchtigkeit – doch gegen Ghana wurde das Szenario bei winterlichen Bedingungen in Richtung Endrunde geprobt. Dass eine Halbzeit 45 Minuten dauert, ist passé.
Der Videobeweis, Verletzungen und Wechsel ziehen die Spiele wie einen Strudelteig in die Länge, jetzt kommen zwei Trinkpausen dazu. Die Fans reagierten auf die neue Verordnung im Happel-Stadion vereinzelt mit Pfiffen. Irgendwie verständlich. Weil es scheint, dass der Spielrhythmus zerstört wird, sich die Unterbrechungen optimal für TV-Stationen eignen, um zusätzliche Werbeblöcke zu schalten – und Trainer die Chance haben, in den Time-outs noch aktiver ins Coaching einzugreifen.
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