ÖFB-Teamchef Rangnick:

„Wir können bei der WM für Aufsehen sorgen“

Fußball International
17.03.2026 07:03

Der erste Rangnick-Kader 2026 ist gespickt mit vier Neuen und zwei Rückkehrern. Nur für David Alaba gibt es notfalls eine „Wildcard“. Im Marbella-Camp wird „Plan A“ geschärft.

„Wenn alle gesund, in Form sind – dann können wir bei der WM für Aufsehen sorgen, weiter als bei der EURO kommen!“ Ralf Rangnick leitet den Countdown ein – sein erster Kader im WM-Jahr lässt auch noch „Experimente“ zu. „Es ist die letzte Chance, uns Spieler genau anzuschauen“, nimmt Österreichs Teamchef ins Marbella-Kurzcamp (ab 23. März) für die Tests in Wien gegen Ghana und Südkorea gleich 28 Mann mit.

Mit zwei „Abstrichen“: Die verletzten Max Wöber (Rangnick: „Er wollte unbedingt dabei sein“) und Kapitän David Alaba kommen „nur“ zur Reha, fürs Mannschaftsklima. „Bei der WM verteilen wir keine Wildcard“, stellt Rangnick klar. „Nur David ist eine Ausnahme. Aber ich hoffe, dass er als Spieler dabei sein wird.“

„Transfers“ für die Zukunft
Die Nominierungen der Neo-Österreich Paul Wanner und Carney Chukwuemeka waren klar: „Konkurrenzkampf belebt das Geschäft“, meint Rangnick. „Sie haben gemeinsam einen Marktwert von 50 Millionen Euro. Wären wir ein Verein, dann sind das keine so verkehrten Transfers. Das gilt für Österreich auf die nächsten zehn, zwölf Jahre.“ Da das ÖFB-Team in der Regel mit drei „Zehnern“ spielt, ist das Mittelfeld-Duo schon jetzt WM-Alternative.

David Affengruber zeigt in Spanien auf.
David Affengruber zeigt in Spanien auf.(Bild: GEPA)

Noch kein WM-Indiz ist die erste Nominierung von Elche-Legionär David Affengruber (statt Leo Querfeld) in der Innenverteidigung: „Ihn kennen wir noch nicht, wir wollen einen persönlichen Eindruck gewinnen“, erklärt Rangnick.

Das gilt auch für Goalie Florian Wiegele, laut Rangnick hat der Z wei-Meter-Hüne ein „spannendes Profil“ – daher darf er sich im Training beweisen.

Erstmals seit Herbst 2024 ist auch Michael Svoboda zurück im ÖFB-Team: „Er hatte uns schon damals überzeugt, dann kam der Kreuzbandriss“, so Rangnick. „Er ist Kapitän bei Venezia, Tabellenführer, für mich war es logisch, dass er dabei ist.“ Sasa Kalajdzic musste sogar noch ein Jahr länger auf seine Rückkehr ins ÖFB-Team warten: „Bei ihm ist der entscheidende Punkt, dass er gesund ist. Ihn wollen wir auf unserem Level sehen“, so Rangnick über den 19-fachen Teamstürmer (vier Tore).

Sie allen wollen den Lehrgang nutzen – auf dem Rasen plant Rangnick keine Experimente: „Wir wollen unseren Plan A schärfen. Ich bin ein Fan davon, daran festzuhalten, was sich bewährt hat.“ Das gilt aber nur für die Viererkette, sein System.

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