Seit 20 Jahren ist Sepp Klingler das Gesicht des TSV St. Johann. Der 83-Jährige fungiert dabei als Präsident des Westligisten und sucht nach so langer Amtszeit einen Nachfolger. Während der Suche verbringt er auch täglich noch viele Stunden in seinem Fastfood-Restaurant. Die „Krone“ hat den Obmann und Unternehmer im Zuge der Westligaserie direkt an der Friteuse besucht.
„Ich werde das so lange tun, wie es meine Gesundheit mitmacht“, wird St. Johanns Präsident Sepp Klingler deutlich, wenn es um seinen Posten geht. Der 83-Jährige ist seit rund 20 Jahren Obmann des Westligisten. Ein Verein ohne ihn wäre nahezu unvorstellbar.
„Einen Nachfolger zu finden, ist ’unfassbar schwer. Natürlich denke ich mir manchmal, dass ich aufhören will. Aber ich möchte den Verein in beste Hände übergeben“, schildert er im Interview mit der „Krone“. Gespräche mit potenziellen Nachfolgern würden auf Hochtouren laufen. Die passende Person war noch nicht dabei.
Ich verstehe das in Zeiten wie diesen. Die meisten haben einfach Respekt vor dem Finanziellen Aufwand im Verein.

Josef KLINGLER, Präsident TSV St. Johann
Bild: TSV St. Johann
„Ich verstehe das in Zeiten wie diesen. Die meisten haben einfach Respekt vor dem finanziellen Aufwand im Verein“, meint Klingler, der auch weiß, welche Folgen ein möglicher Rückzug beim TSV hätte. „Sponsoren sagen zu mir, dass sie aufhören, wenn ich gehe. Das wäre eine Katastrophe für den Verein. Man kann sagen, dass mit meiner Person alles steht und fällt“, fürchtet er sich vor Tag X im Pongau. Sogar an Tochter Tamara habe er schon für seinen Posten gedacht. Was für viele Sponsoren die beste Lösung sein könnte.
Ehrenamtliche Helfer werden laut Klingler weniger
Generell habe sich der Fußball in den letzten Jahren enorm verändert, wenn es um Unterstützer geht. „Die Firmen werden vorsichtiger und auch die ehrenamtlichen Helfer immer weniger. Für einen Verein wie den TSV St. Johann ist das ein Problem. Früher hat man sich was ausgemacht. Heute hilft dir keiner mehr umsonst“, hadert der Besitzer eines Restaurants einer beliebten Fastfoodkette.
In diesem befindet er sich voll in seinem Element. Denn Klingler, gelernter Koch, ist Inhaber einer Schnellrestaurant-Franchise. Den Spagat zwischen Pommes, Burger und Fußball meistert er auch im hohen Alter noch perfekt. Jeden Tag sei er für rund fünf Stunden in seinem „Lokal“, wie er es selbst nennt. „Ich möchte einfach darauf achten, dass alles passt und über die Dinge drüberschauen“, erklärt er.
Klingler packt auch selber noch zu
Dabei lässt er sich auch nicht zweimal bitten, mal kurz selbst wieder in der Küche aufzutauchen und mitzuwerkeln. „Hier ist es sicherlich anders als in den meisten Filialen. Es ist mir wichtig, dass es den Leuten hier gut geht“, lebt er als Chef die gleiche Philosophie vor wie bei seinen Kickern.
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