Nach dem Flug von Frankfurt nach Salvador da Bahia und nach Porto Seguro, dem "Mallorca Brasiliens". Dann über die rostige Fähre "Bom Jesus" nach Santo Andre. Ein 700-Einwohner-Dorf, in dem sonst kaum Polizisten zu sehen sind. Die Furcht vor Terror oder Attacken von WM-Gegnern sind groß. Auf Mauern wurde "FIFA Mafia" gesprüht.
Vier Spieler als "Hausmeister"
Teammanager Oliver Bierhoff bezeichnete das "Campo Bahia" als "germanisches Dorf", in dem man sich total auf das Wesentliche konzentrieren könne. Die 23 Spieler sind auf vier Häuser verteilt. Jedes bekam einen Hausmeister: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Miro Klose und Per Mertesacker. Die bestimmen, wer in die Wohneinheiten einzieht. Eine Idee von Bierhoff und Teamchef Jogi Löw, um Teamgeist und Eigenverantwortung zu stärken. Die Spieler haben in den vier Wohneinheiten ein eigenes Zimmer, aber es gibt nur eine gemeinsame Küche mit Kühlschrank.
Beim Training laufen die deutschen Stars quasi gegen eine 2,44 Meter hohe und 105 Meter lange Wand. Ein Anti-Spionage-Wall. Damit keine Blicke auf das vom Rasenguru Rainer Ernst gebaute Trainingsgelände möglich sind: Rasenplatz mit Spielfeld und Extra-Bereich für Torhütertraining, Hauptgebäude mit DFB-Büro, Lagerraum, Kabinen, Duschen, Toiletten, Pavillon für Fitness-Geräte, Behandlungsräume für Physiotherapeuten, Greenkeeping-Halle mit Wasserversorgung und Schaltanlage für das Flutlicht sowie fünf Behältern mit je 20.000 Liter Wasser für eine Notfall-Bewässerung.
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