Zum großen Problem für Brasiliens Team könnte die immense Erwartungshaltung der eigenen Fans werden, mutmaßte Koller in der Zeitschrift "ÖFB-Corner". "Der Druck, der auf der Selecao lastet, ist nicht zu verachten. Das ganze Land erwartet den Titel."
Den Argentiniern räumte Koller "Außenseiterchancen" ein - genauso wie Chile, offenbar eine der Lieblingsmannschaften des Nationaltrainers. "Sie haben einen starken Kader mit vielen europäischen Legionären. Mir gefällt ihre effektive Spielweise, die durch Aggressivität und gutes Pressing geprägt ist. Die Gruppe mit Spanien und den Niederlanden ist aber nicht einfach."
Keine großen Hoffnungen für Afrikaner
Die afrikanischen Mannschaften werden in Brasilien keine allzu bedeutende Rolle einnehmen, vermutete Koller, der auch auf die Europäer Probleme zukommen sieht. "Für die Europäer wird es schwierig, ganz vorne mitzuspielen, obwohl ich sie neben den Südamerikanern als sehr stark einschätze", wurde Koller im ÖFB-Corner zitiert. Seiner Heimat Schweiz traut Koller ebenso zumindest den Achtelfinal-Aufstieg zu wie den Russen, die er in den Gruppenspielen vor Ort beobachtet. Die Mannschaft von Fabio Capello trifft in Pool H am 17. Juni in Cuiaba auf Südkorea, am 22. Juni in Rio de Janeiro auf Belgien und am 26. Juni in Curitiba auf Algerien.
Im Allgemeinen rechnet Koller mit einem hochstehenden Turnier, das jedoch zu Beginn von Zurückhaltung geprägt sein könnte. "Generell lässt sich in der Gruppenphase sagen, dass die Teams besonders im ersten Spiel taktieren, um einen totalen Punkteverlust zu vermeiden."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.