Nach Axt-Attacke:

Forderung nach Kameras auf den Öffi-Haltestellen

Oberösterreich
11.03.2026 09:00

Anlässlich der Gerichtsverhandlung am Landesgericht Linz über eine brutale Axtattacke auf einer Bim-Haltestelle erneuert die ÖVP den Ruf nach einer Videoüberwachung. Sie plant die Verabschiedung eine Resolution an die Linz Linien. Die politischen Reaktionen fallen gemischt aus.   

Mit einer Axtattacke beschäftigt sich heute das Landesgericht in Linz. Ein Mann soll bei der Straßenbahnhaltestelle Turmstraße einen Fahrgast bedroht haben und ihm mit den Worten „Drei, zwei, eins – i schlog di“ gefährliche Schnittwunden zugefügt haben. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von maximal zehn Jahren.

Kameras an „neuralgischen“ Stellen 
Damit es zu solchen Angriffen gar nicht mehr kommt und die Aufklärung einfacher ablaufen kann, fordert die VP nun eine Videoüberwachung an „neuralgischen“ Haltestellen. Im kommenden Gemeinderat soll ein Auftrag an die Linz Linien auf Schiene gebracht werden: „In Abstimmung mit der Polizei und den zuständigen Sicherheitsorganisationen soll die Einführung einer rechtlich zulässigen, punktuellen Videoüberwachung an öffentlichen Haltestellen geprüft und dort umgesetzt werden, wo ein erhöhter Sicherheitsbedarf festgestellt wird“, erklärt Gemeinderätin Theresa Ganhör. Für sie wäre eine Kamera für die Haltestelle Rädlerweg angebracht. „Laut Linz AG kam es dort seit 2021 zu zwölf Fällen schwerer Sachbeschädigung mit einem Gesamtschaden von rund 110.000 Euro.“

Stadtchef wartet noch ab
Während SP-Bürgermeister Dietmar Prammer noch auf die Bremse steigt und vor einer Stellungnahme den offiziellen Antrag der VP abwarten will, reagieren die Grünen durchaus zustimmend. „Kameras können hilfreich sein, wenn es um die Aufklärung von Gewalttaten geht. Gleichzeitig sind sie im öffentlichen Raum kein Allheilmittel für mehr Sicherheit, entsprechend restriktiv muss man mit der Anbringung umgehen. Für mehr Sicherheit braucht es genauso einen Ausbau der Sozial- und Präventionsarbeit inklusive der Präsenz gut geschulter Experten“, hält Gemeinderat Tobias Reder fest.

Auch die FP steht dem Ausbau der Videoüberwachung positiv gegenüber: „Wir fordern sie seit Jahren“, so der blaue Stadtrat Michael Raml. 

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