Falsche Krebsdiagnose

„Wir wünschen uns vom Arzt eine Entschuldigung“

Oberösterreich
09.03.2026 05:00

Ein Linzer Mediziner soll sich nach der Verwechslung von Patientenakten und seiner falschen Krebsdiagnose bei der betroffenen Mühlviertlerin bisher weder persönlich entschuldigt, noch ihr gegenüber die erhoffte Empathie gezeigt haben. Die Frau ist nervlich von dem Schock noch schwer gezeichnet, wünscht sich endlich eine Reaktion des Oberarztes.

Das Trauma, das ein Oberarzt des Linzer Kepler Universitätsklinikums (KUK) durch eine falsche Krebsdiagnose bei der 54-jährigen A. verursacht hat, belastet die Patientin und deren Familie nach wie vor stark. Die Mühlviertlerin ist noch immer nicht in der Lage, über das Vorgefallene zu sprechen, ohne in Tränen auszubrechen. Der Schock sitzt offenbar sehr tief.

„Die Erinnerung regt meine Gattin emotional noch zu sehr auf. Empathische Menschen können sicher nachvollziehen, was der Befund Brustkrebs bei einer Frau auslöst“, erklärt der Ehemann der Betroffenen.

Der Mühlviertlerin hat die Schreckensdiagnose psychisch stark zugesetzt.
Der Mühlviertlerin hat die Schreckensdiagnose psychisch stark zugesetzt.(Bild: zVg)

Wie berichtet, hatte der Mediziner der 54-Jährigen am 4. Februar im Brustkompetenzzentrum des KUK verlautbart, dass sie drei große Knoten habe. Er drängte darauf, mit der Krebsbehandlung in der linken Brust sofort zu beginnen. Beim Betrachten der Röntgenbilder am Bildschirm fiel A. aber auf, dass beim Vornamen ein Buchstabe fehlt. Und kurz darauf bemerkte sie, dass auch das Geburtsdatum falsch ist.

Entschädigung für psychischen Schmerz
Der Oberarzt gestand schließlich ein, dass er ihren Akt mit dem einer Patientin verwechselt habe, die nahezu den gleichen Namen hat. Das Ehepaar überlegt nun, Schadenersatz für den erlittenen psychischen Schmerz und Schock einzufordern.

„Vor allem ist uns aber wichtig, dass sich der Oberarzt für seinen Fehler endlich bei meiner Gattin entschuldigt. Das hat er bisher nicht getan. Nach der schrecklichen Diagnose hat er sie nicht einmal getröstet“, betont der Ehemann. Eine schriftliche Reaktion des Krankenhauses auf das am 18. Februar eingebrachte Beschwerdeschreiben der Mühlviertler wurde ebenfalls noch nicht beantwortet. „Nur dessen Eingang hat man bestätigt.“ 

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