Stadttunnel Feldkirch

Jubelstimmung und Protest bei Anschlagfeier

Vorarlberg
06.03.2026 13:45
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Am Freitag ging in Feldkirch (Vorarlberg) die Anschlagfeier für den Stadttunnel über die Bühne. Für Landeshauptmann Wallner ein historischer Moment, für die Projektgegner ein schwarzer Tag.

Mit der ersten Sprengung für den Hauptast des Feldkircher Stadttunnels in der Felsenau wurde am Freitag die Anschlagfeier begangen. Kirchlicher Segen durfte dabei nicht fehlen, diesen spendete Hubert Lenz, der Generalvikar der Diözese Feldkirch. Mit Symbolkraft war auch die Anwesenheit von Julia Bitschi verbunden: Die Frau von Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) hat die Patenschaft für den Tunnel übernommen, was – wie berichtet – beim schwarzen Koalitionspartner nicht gerade für Freudensprünge gesorgt haben soll. Nichtsdestotrotz sprach Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Freitag von einem „historischen Moment für ganz Vorarlberg“.

(Bild: Bernd Hofmeister)
(Bild: Bernd Hofmeister)
(Bild: Bernd Hofmeister)
(Bild: Bernd Hofmeister)

Das Bauvorhaben, das Feldkirch vom Stadtverkehr entlasten soll, sei eine Investition in die gesamte Region. Den wirtschaftlichen Aspekt des Projekts, dessen Investitionsvolumen sich schätzungsweise auf rund 385 Millionen Euro beläuft, betonte auch Christof Bitschi. Immerhin würde der Großteil der Aufträge an heimische Unternehmen vergeben werden.

Nicht alle sind begeistert
Die Jubelstimmung steckte allerdings nicht alle Anwesenden an. So hatten sich auch Gegner des Projekts in der Felsenau eingefunden. Sie machten aus ihrer Ablehnung keinen Hehl. Nicht begeisterungswillig zeigten sich am Freitag auch die Grünen, die zu Zeiten der schwarz-grünen Koalition den Beschluss für die erste Bauetappe nicht mitgetragen hatten. Für sie war die Anschlagfeier ein Hohn für alle jene, die derzeit von den Sparmaßnahmen der Landesregierung betroffen seien. Zum wiederholten Male appellierte Klubobmann Daniel Zadra, die Millionen lieber in Menschen zu investieren anstatt sie in Beton zu versenken.

Der Feldkircher Stadttunnel ist ein höchst umstrittenes Bauprojekt, das im Jahr 2030 in Betrieb gehen soll. Es besteht aus vier Tunnelästen und einem unterirdischen Kreisverkehr, der die vier Äste verbindet und damit die Bärenkreuzung entlasten soll.

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