Wörthersee-Marathon

Was ein Lauf-Test bringt und warum er wichtig ist!

Bergkrone
03.03.2026 08:31

Bevor es heuer beim 1. Wörthersee-Marathon am 27. September ernst wird, beginnt der Weg für viele nicht auf der Laufstrecke, sondern im Labor. Auch „Krone“-Marketinglady Jana Kruse wollte es genau wissen – und ließ sich im Athletikzentrum im Grazer Sportpark einer umfassenden Leistungs- und Bewegungsdiagnostik unterziehen. Janas Ziel: sicher trainieren, effizient besser werden und Verletzungen vermeiden.

„Viele glauben, man zieht sich einfach die Laufschuhe an und läuft los“, erklärt Stefan Rinnerhofer, ein erfahrener Sportwissenschaftler. Und Stefan weiß: „Gerade, wenn man sich ein konkretes Ziel setzt – wie den 1. Wörthersee Marathon – sollte man zuerst wissen, wo man steht.“

Deshalb beginnt jede Diagnostik im Athletikzentrum im Grazer Sportpark mit einer medizinischen Abklärung. Blutdruck, EKG, Vorgespräch mit dem Arzt – erst wenn alles passt und Sportärztin Eva Pap ihr Okay gibt, geht es in die Belastung.

Erst, wenn der Arzt das Okay gibt, darf der Belastungstest starten.
Erst, wenn der Arzt das Okay gibt, darf der Belastungstest starten.(Bild: Hannes Wallner)

„In seltenen Fällen brechen wir Tests ab oder verschieben sie, etwa bei auffälligem Ruheblutdruck. Sicherheit geht immer vor“, erklärt Stefan.

Gerade beim Laufen zeigt sich nämlich oft: Das Limit liegt nicht dort, wo man es vermutet. „Viele Hobbyläufer scheitern nicht am Herz-Kreislauf-System, sondern an Ökonomie, Technik oder Stabilität“, erklärt Stefan.

Sicherheit geht beim Belastungstest vor, vor allem, wenn man die eigenen Limits kennenlernen ...
Sicherheit geht beim Belastungstest vor, vor allem, wenn man die eigenen Limits kennenlernen möchte.(Bild: Hannes Wallner)
Mit der Maske werden die Atemgase – also Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe – während der ...
Mit der Maske werden die Atemgase – also Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe – während der körperlichen Anstrengung präzise gemessen.(Bild: Hannes Wallner)
Permanent wird die Geschwindigkeit des Laufbandes erhöht – bis nichts mehr geht.
Permanent wird die Geschwindigkeit des Laufbandes erhöht – bis nichts mehr geht.(Bild: Hannes Wallner)

Deshalb werden Trainingsbereiche nicht nach Gefühl oder Maximalwerten festgelegt, sondern über klare Schwellenwerte. Besonders für einen Marathon entscheidend: der Umgang mit den begrenzten Kohlenhydratspeichern. Stefan: „Wer zu schnell läuft, ist irgendwann leer. Ziel des Trainings ist es, länger in einem Bereich zu bleiben, in dem der Körper effizient arbeitet.“

Janas schneller „Laufkörper“
Einen genaueren Blick auf Janas „Laufkörper“ wirft Martin Appel, der die Bewegungsanalyse durchführt. Sein Zugang ist klar: „Laufen soll Spaß machen – und nicht wehtun.“ Denn viele, die im Frühjahr mit dem Laufen beginnen, hören nach ein paar Wochen wieder auf, weil Knie oder Hüfte zwicken. Martin: „Laufen ist technisch viel komplexer, als viele glauben.“

Häufig fehlen grundlegende Voraussetzungen wie Rumpf-, Hüft- oder Beinachsenstabilität. Statt stundenlanger Programme setzt Martin deshalb auf kurze, alltagstaugliche Übungen, die sich in 30 bis 40 Minuten unterbringen lassen – auch ohne Fitnessstudio.

Martin Appel wirft einen genaueren Blick auf Janas „Laufkörper“
Martin Appel wirft einen genaueren Blick auf Janas „Laufkörper“(Bild: Hannes Wallner)
Für Martin ist klar: „Laufen soll Spaß machen, nicht wehtun!“
Für Martin ist klar: „Laufen soll Spaß machen, nicht wehtun!“(Bild: Hannes Wallner)
Und „Krone“-Marketinglady Jana zeigt eindrucksvoll, wie sportlich, beweglich und fit sie ist.
Und „Krone“-Marketinglady Jana zeigt eindrucksvoll, wie sportlich, beweglich und fit sie ist.(Bild: Hannes Wallner)

Ein oft unterschätzter Faktor ist zudem die Atmung. „Wenn es intensiver wird und plötzlich die Luft fehlt, ist das selten medizinisch“, erklärt Sportwissenschaftler Stefan. „Meist ist die Atemmuskulatur einfach nicht trainiert.“ Und die Analyse zeigt klar, ab wann der Körper an seine Grenzen kommt – und wo man gezielt ansetzen kann.

Die Laufanalyse
Den Feinschliff übernimmt Bernd Marl, Laufcoach und Technikexperte. Er analysiert Janas Laufstil am Laufband. „Viele erhöhen fürs Marathontraining ihr Pensum – und dann kommen Überlastungen. Oft liegt das Problem nicht im Training, sondern in der Technik.“ Kleine Dinge machen große Unterschiede: ein aktiver, kompakter Armschwung, ein ruhiger Oberkörper, die Landung nahe am Körperschwerpunkt.

 „Weniger ist mehr“, sagt Bernd. „Ein, zwei gezielte Inputs bringen oft mehr als ein ganzes Lauf-ABC.“

Mit dem iPad nimmt Laufcoach Bernd Marl Jana beim Laufen auf ...
Mit dem iPad nimmt Laufcoach Bernd Marl Jana beim Laufen auf ...(Bild: Hannes Wallner)
... um ihren Laufstil genau zu analysieren.
... um ihren Laufstil genau zu analysieren.(Bild: Hannes Wallner)
Danach gibt‘s vom Profi Anregungen und Tipps, wie man noch schneller und effizienter läuft. Ein ...
Danach gibt‘s vom Profi Anregungen und Tipps, wie man noch schneller und effizienter läuft. Ein Mehrgewinn für jeden begeisterten Marathon-Antwärter.(Bild: Hannes Wallner)

Jana ist bereit für das große Rennen
Das Fazit nach Janas Lauf-Check: Die Voraussetzungen unserer „Krone“-Lady stimmen – jetzt geht es darum, gezielt zu trainieren. Nicht mehr, sondern besser. Nicht schneller, sondern effizienter. Und genau das ist die Botschaft an alle, die mit dem Gedanken spielen, beim Wörthersee-Marathon dabei zu sein: Der wichtigste Schritt ist nicht der erste Kilometer – sondern der erste klare Blick auf den eigenen Körper.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch beim 1. Wörthersee-Marathon heuer am 27. September an den Start zu gehen, einfach anmelden und losrennen. 

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