Gehen nun in „Pension“

5 Löwen in Neuseeland vor Einschläferung gerettet

Ausland
03.03.2026 10:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem ein Zoo in Neuseeland geschlossen wurde, sollten alle Löwen eingeschläfert werden. Als zwei der Raubkatzenim November getötet wurden, sorgte das bei Tierfreunden für Empörung. Nun wurden die verbleibenden fünf Großkatzen gerettet: Sie dürfen nun ihre wohlverdiente „Pension“ genießen.

Den Betreibern des Zoos waren die finanziellen Mittel ausgegangen – allen Löwen drohte deshalb der Tod. Doch durch eine Kampagne konnten die verbleibenden Raubkatzen gerettet werden. 

Eine Gruppe von Tierfreunden und Geldgebern namens „Lionhearts Project“ hat das Gelände nach eigenen Angaben gekauft und in ein privates Altersrefugium umgewandelt. „Keine Shows mehr. Keine Menschenmassen mehr. Nur noch Ruhe, Würde und die beste Altersversorgung, die sich ein Löwe wünschen kann“, hieß es in einer Mitteilung. „Neue Besitzer retten die verbliebenen Kamo-Löwen“, titelte die örtliche Zeitung „The Northern Advocate“ auf ihrer Titelseite.

Löwe „Abdullah“ ist trotz seines Alters von 20 Jahren noch immer verspielt, wie ein Video zeigt: 

„Herzzerreißende Situation“
Die fünf Tiere waren zuletzt Mittelpunkt heftiger Debatten. Nach Angaben der früheren Betreiberin Janette Vallance hatte der Tierpark wegen ausbleibender Finanzierung schließen müssen. Für die zwischen 18 und 21 Jahre alten Löwen habe es „keine realistische Option“ zur Umsiedlung gegeben, schrieb sie im November auf Facebook.

  Zwei Tiere wurden damals wegen „unheilbarer Leiden“ eingeschläfert. Vallance sprach von einer „herzzerreißenden Situation“. Die Entscheidung löste viele wütende Reaktionen in sozialen Netzwerken aus.

Weitere Spenden für Versorgung nötig
„Unsere Mission ist einfach: Wir wollen diese Diskussionen beenden. Wir möchten, dass ,Shikira‘, ,Abdullah‘, ,Cleo‘, ,Themba‘ und ,Timba‘ jeden Morgen aufwachen und wissen, dass sie geliebt und beschützt werden und genau dort sind, wo sie hingehören. Dies ist nun endlich ihr Zuhause“, sagte Tim Groenendaal, einer der Treuhänder.

  „Die Rettung ist geschafft, aber der Ruhestand beginnt jetzt erst“, schrieb die Gruppe, die von der Tierschutzorganisation HUHA zusammengebracht worden war, auf Facebook. Die Fütterung und Pflege von fünf älteren Löwen koste viel Geld. Man hoffe auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung.

Das Kamo Wildlife Sanctuary, rund 150 Kilometer nördlich von Auckland, war einst durch die TV-Serie „The Lion Man“ bekanntgeworden. Gegründet wurde der Tierpark vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch, der später der Tierquälerei beschuldigt wurde. Über die Jahre sorgte der Park, in dem nur Raubkatzen lebten, immer wieder für Schlagzeilen – durch Finanzprobleme, Sicherheitsmängel und 2009 durch den Tod eines Pflegers, der von einem weißen Tiger angegriffen wurde.

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