Knapp sechs von zehn Amerikanern sind nach aktuellen Umfragen gegen den Militäreinsatz im Iran. Und als Donald Trump dann noch verkündete, dass der Einsatz Monate dauern und selbst amerikanische Bodentruppen zum Einsatz kommen könnten, explodierte die Kritik von allen Seiten.
Auf den sozialen Medien ging daraufhin der Hashtag „#SendBarron“ mit einer Vielzahl von Memes viral. Kriegsgegner verlangen, dass Trumps jüngster Sohn an die Front geschickt wird. Allerdings könnte der 19-Jährige – ganz der Vater – seiner Einberufung zum Militär mit einer körperlichen „Beeinträchtigung“ entkommen.
Große Wut
Von „Schick Barron, damit du wenigstens auch mal persönlich merkst, wie viel du von unseren Truppen abverlangst“ bis „Wetten, dass du mit deinem Sohn an der Front plötzlich doch wieder Frieden wählst?“, die Wut auf den Präsidenten selbst von MAGA-Seite groß.
Auf X, Instagram und TikTok machten KI-generierte Bilder von Barron im Tarnanzug die Runde. Selbst eine Satire-Webseite unter „DraftBarronTrump.com“ („zieht Barron Trump ein“) wurde eröffnet. Doch Barron Trump bräuchte sich selbst bei einer Zwangseinberufung durch das Militär keine Sorgen zu machen, dass er jemals auch nur einen Fuß auf iranischen Boden setzen würde.
Aus bestimmtem Grund untauglich
Mal ganz abgesehen davon, dass sein Vater Oberbefehlshaber der Truppen ist und das letzte Wort hat, der Teenager kann darauf bauen, eine eingebaute „medizinische Freistellung vom Dienst an der Waffe“ zu erhalten. Grund dafür ist seine (Über)-Länge.
Der Sohn von Donald und First Lady Melania misst nämlich stattliche 2,06 Meter. Für das Militär von Air Force bis Armee übertrifft der Student der Universität von New York (NYU) damit die zulässige Maximalgröße. Damit soll sichergestellt werden, dass ein Soldat in beengten Platzverhältnissen wie in gepanzerten Fahrzeugen, Panzern oder Flugzeugen Verwendung finden kann. Laut der offiziellen Statuten ist das nur bei Soldaten bis 2,03 Meter Körpergröße möglich, ohne sich und seine Kameraden zu gefährden.
„Kleiner Gefallen“
Sich vor Kriegen zu drücken, liegt in der Familie. Vater Donald hatte eine vollkommen fadenscheinige Ausrede benutzt, um dem Vietnam-Krieg aus dem Weg zu gehen.
Denn nach seiner Einberufung 1968 diagnostizierte Dr. Larry Braunstein, ein Podologe aus Queens, beim damals 21-Jährigen einen Fersensporn – nach Angaben seiner Familie als Gefallen für dessen Vater Fred Trump. Dr. Elysa Braunstein, die Tochter des 2007 verstorbenen Arztes, berichtete der „The New York Times“, ihr Vater habe die Trump-Anekdote häufig erzählt. Dr. Braunstein habe, so seine Tochter, Fred Trump nur einen „kleinen Gefallen“ tun wollen, weil er seine Praxis in einem Gebäude in Queens hatte, das Trump Senior gehörte.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.