Am Sonntag versammelten sich rund 70 Freiwillige beim Hanslteich in Neuwaldegg im 17. Bezirk, um sich auf ihren Frühjahrseinsatz vorzubereiten. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hatte zur Einschulung geladen. In den kommenden Wochen werden die Helfer hunderte Kröten, Frösche und Molche sicher über stark befahrene Straßenabschnitte geleiten.
Was vor sieben Jahren als Initiative von VGT begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Hernalser Naturschutzkalenders entwickelt. Im Frühjahr und im Herbst, wenn die Amphibien des Wienerwaldes zu ihren Laichgewässern aufbrechen oder von dort zurückkehren, rücken ehrenamtliche Helfer aus, um die Tiere auf ihrem Weg zu schützen. Sie sichern Straßenquerungen ab, sammeln Amphibien mithilfe der bewährten Zaun-Kübel-Methode ein und bringen sie auf die jeweils andere Seite.
Zahlreiche helfende Hände
Vergangenen Sonntag nahmen rund 70 Freiwillige an der Einschulung zum „Froschklauber“ teil. Unter ihnen auch die stellvertretenden Bezirksvorsteherinnen Elisabeth Mössmer-Cattalini und Karin Prauhart sowie die Bezirksräte Christina Steckbauer und Daniel Novotny.
Morgens und abends im Einsatz
In den kommenden Wochen sind die Helfer vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend aktiv, wenn die Kröten, Frösche und Molche unterwegs sind. Autofahrer werden gebeten, in dieser Zeit besonders aufmerksam zu fahren und ihr Tempo in den mit Schildern gekennzeichneten Zonen zu drosseln. Denn all diese Arten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere.
Neben der freiwilligen Handarbeit setzt der Bezirk heuer auch auf dauerhafte Lösungen. An der Amundsenstraße im Bereich Schottenhof sowie am Hanslteich entstehen Amphibienschutztunnel. Sie sollen den Tieren künftig ermöglichen, die Fahrbahn gefahrlos zu unterqueren.
Von diesen Anlagen profitieren nicht nur Kröten, Frösche und Molche. Auch Reptilien und Kleinsäuger des Wienerwaldes erhalten sichere Passagen durch ihren Lebensraum. Bis die Tunnel fertiggestellt sind, bleibt es jedoch bei der bewährten Methode. In Hernals heißt das: frühes Aufstehen, abendliche Kontrollgänge und viele helfende Hände, die seit Sonntag bestens vorbereitet sind.
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