Für viele ist es ein Kindheitstraum – und bleibt es oft auch: Der Beruf des Feuerwehrmannes. In Klagenfurt haben sechs neue Anwärter nun den anspruchsvollen Aufnahmetest bestanden.
Ich will Feuerwehrmann werden“ – neben Polizist und Profisportler nach wie vor der beliebteste Berufswunsch von Burschen. Um sich diesen aber tatsächlich erfüllen zu können, gehört einiges dazu.
Unter anderem ein erlernter Handwerksberuf. „Das ist bei uns Grundvoraussetzung. Wir löschen ja nicht ,nur’ Feuer – vor Ort werden bei den Einsätzen regelmäßig die unterschiedlichsten Fähigkeiten gebraucht“, so Wolfgang Germ, stellvertretender Branddirektor der Klagenfurter Berufsfeuerwehr.
Die Grundausbildung ist das Fundament für unseren Beruf. Nach sechs Monaten intensiven Training sind die neuen Kollegen bestens vorbereitet, um Leben zu retten.
Wolfgang Germ, stellvertretender Branddirektor Berufsfeuerwehr
Doch dies ist nur die erste „Hürde“: Neben theoretischen Aufnahmetests in Deutsch, Mathematik und praktisch-technischem Verständnis wird selbstverständlich auch die körperliche Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand gestellt.
Ob Schwimmtests, wie zum Bespiel 100 Meter im Freistil unter zwei Minuten und zehn Sekunden oder 15 Meter Streckentauchen (ohne Brille), Kraft (unter anderem 20 Liegestütze ohne Pause), Schnelligkeit und Koordination oder Ausdauer (Drei-Kilometer-Lauf in 15 Minuten) – das Spektrum der sportlichen Anforderungen ist groß.
Selbstredend müssen Kandidaten auch den Schwindelfreiheit-Härtetest bestehen. Dies alles erfolgreich bewältigt, folgen noch ein psychologischer Test, ein Hearing sowie eine atemschutztaugliche und arbeitsmedizinische Untersuchung.“Die Grundausbildung ist intensiv und fordernd“Insgesamt sechs neue Anwärter für die Berufsfeuerwehr in Klagenfurt haben sich jüngst durch das Aufnahmeverfahren durchgekämpft. Und werden in kürze ihre Grundausbildung antreten.
Wo die Reise für die Anwärter aber erst so richtig beginnt. „Die sechs Monate Grundausbildung sind wirklich sehr fordernd und intensiv“, wie die aktiven Berufsfeuerwehrmänner Mario J. und Dominik H. beim „Krone“-Besuch in der Feuerwehrzentrale aus eigener Erfahrung bestätigen. Ob Praxis (Arbeit in der Löschgruppe; Training an den Geräten; Umgang mit gefährlichen Stoffen; taktisches Vorgehen etc.) oder Theorie (wie entsteht Feuer; wie verhalten sich Rauch und Hitze; Löschmittel) – am Ende der sechs Monate gilt es eine umfassende Abschlussprüfung zu absolvieren.
„Es ist ein hartes halbes Jahr, aber am Ende sind die Anwärter auf alle Herausforderungen bestens vorbereitet. Um Leben zu retten, Gefahren zu bekämpfen und Sachwerte zu schützen – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr“, so Wolfgang Germ.
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