Aufstand der Camper

Kärntner Tourismusreform mit Nebenwirkungen

Kärnten
01.03.2026 08:00

Ein neues Tourismusgesetz, viel Eigenlob – und wachsender Unmut bei den Campingbetrieben. Die pauschale Nächtigungsabgabe von vier Euro sorgt für Kritik und erste Konsequenzen. In seinem Kärnthema-Kommentar analysiert Hannes Wallner, warum nicht die Reform selbst das größte Problem ist...

Mit breitem Lächeln hat die Politik das neue Kärntner Tourismusgesetz präsentiert. „Viel Einbindung, viele Gespräche, alles gut.“

Doch die Realität sieht anders aus: Vor allem bei Campingplatzbetrieben brodelt es gewaltig. Grund ist die neue, pauschale Nächtigungsabgabe von vier Euro – zu zahlen vom Gast. Was bei Hotels kaum ins Gewicht fällt – wegen der meist kurzen Aufenthaltsdauer – trifft Campingplätze mit voller Wucht. Deren Gäste bleiben länger. Sie müssen somit deutlich mehr zahlen, vergleichen die Preise und würden sich dann rasch gegen Kärnten entscheiden. Dabei stammt rund ein Fünftel aller Nächtigungen aus dem Campingbereich.

Erster Betrieb kündigte Schließung an 
Wer die Bedenken der Betreiber ignoriert, gefährdet einen zentralen Pfeiler des Tourismus. Ein erster Campingplatz hat der Landespolitik bereits seine Schließung angekündigt – ein Familienbetrieb aus Oberkärnten. Besonders bitter ist der fehlende Dialog. Ein weiterer Betrieb, Camping Burgstaller am Millstätter See, erwirtschaftet allein gut 160.000 Nächtigungen – mehr als so manche Gemeinde. Chef Arndt Burgstaller legte der Politik eine fundierte Stellungnahme vor. „Zurück kamen Stehsätze statt Gespräche.“

Damit ist nicht der Reformgedanke das Problem, sondern das fehlende Zuhören der Politik. Wer Akzeptanz will, muss reden. Denn eines gilt in Kärnten noch immer: „Beim Reden kommen die Leut“ zam!“

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