Nach Insolvenz

Wollsdorf-Produktion wandert bis April nach Mexiko

Steiermark
26.02.2026 17:32
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Anfang Jänner gab es eine Hiobsbotschaft für die Oststeiermark: Wollsdorf Leder musste Insolvenz anmelden, nachdem Ende 2025 bereits 150 Mitarbeiter gekündigt worden waren. Um das Unternehmen zu retten, wird jetzt die Produktion nach Mexiko verlagert.

Die Insolvenz des steirischen Traditionsbetriebs Wollsdorf Leder schlug im Jänner hohe Wellen. 361 Mitarbeiter waren davon betroffen. „Schlimmer hätte das Jahr für uns nicht beginnen können“, sagt Franz Nöhrer, Bürgermeister von St. Ruprecht an der Raab, damals zur „Krone“.

Am Donnerstag fand am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Insgesamt wurden laut KSV1870 bisher 510 Insolvenzforderungen in Höhe von 25,652 Millionen Euro angemeldet – 19,532 Millionen davon wurden laut AKV anerkannt.

50 Mitarbeiter bleiben in der Steiermark
Aktuell sind noch 212 Dienstnehmer am steirischen Standort beschäftigt. Die Produktion soll allerdings bis 30. April Gänze nach Mexiko verlagert werden. Nach wie vor wird ein Sanierungsplan verfolgt, jedoch würden nur 50 Mitarbeiter nach positiver Sanierung in Wollsdorf bei Gleisdorf bleiben.

Mitte Februar hat die etappenweise Schließung des Standortes Österreich begonnen. Die Produktionsverlagerung nach Mexiko wurde bereits im letzten Jahr in die Wege geleitet. Die Aktiva wurden im Insolvenzantrag mit 4,95 Millionen Euro angegeben.

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