Hohe Schneemengen über der Waldgrenze sorgen in Oberösterreich in den kommenden beiden Tagen vor allem am Dachstein, im Toten Gebirge und den Haller Mauern für große Gefahren.
Wer am Dienstag und am Mittwoch im freien Gelände in höheren Lagen in Oberösterreich unterwegs ist, begibt sich in enorme Gefahr. Als Folge der am Montag für Teile des Landes prognostizierte Niederschläge musste der Lawinenwarndienst für den alpinen Raum die Warnstufe von 3 (erheblich) auf 4 (groß) anheben.
„Wir rechnen dort mit 50 bis 70 Zentimeter Neuschnee, dazu kommt ein heftiger Wind“, warnt Experte Florian Stifter. Diese Stufe werde auch am Mittwoch noch gelten. „Problematisch ist, dass die umfangreichen Tiefschneeablagerungen zu spontanen Lawinenabgängen führen können. Und durch Regen bis auf 1600 Meter ist auch die Nassschneeproblematik evident.“
Für die Nacht zum Dienstag sind große Mengen an Schnee prognostiziert – und dazu ist kräftiger Wind angesagt. Ab Mittwoch wird es auch sehr mild.

Florian Stifter, Lawinenexperte des Landes OÖ
Bild: Markus Schütz
Leichte Entwarnung ab Donnerstag
Erst ab Donnerstag werde sich die Lage so weit beruhigen, dass die Warnstufe auf 3 gesenkt werden könne. „Bis dahin wird sich dann auch die Schneedecke senken.“
Gut vorbereitet auf das Szenario fühlt sich Helmut Holzinger, Chef der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG: „Wir haben bereits am Wochenende gezielte Lawinensprengungen auf der Wurzeralm durchgeführt. Und in Hinterstoder wird von uns eine neuralgische Steilwand regelmäßig mittels eines am Seil angehängten Pistengeräts von oben herab präpariert – auf die Weise ist die Spannung von dort weg.“
Erfreuliche Bilanz nach Semesterferien
Die heimischen Skigebiete sowie die Thermenbetreiber konnten nach den Semesterferien übrigens positiv bilanzieren. „Wir hatten in der Vorwoche ein Plus von fünf Prozent, 12.000 Leute in unseren drei Skigebieten war wirklich ein sensationeller Wert“, so Rupert Schiefer, Vorstand der Bergbahnen Dachstein Salzkammergut.
Auch Patrick Hochhauser, Geschäftsführer der Thermenholding, ist mehr als zufrieden: „Bad Schallerbach war sensationell besucht, auch Bad Ischl und Bad Hall sind gut gegangen. Insgesamt zählten wir in den vergangenen drei Wochen mehr als 100.000 Besucher.“
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