Unschöne Szenen bei einer Warenanlieferung auf der südlichen Landstraße sorgen für neuen politischen Wirbel. Es geht um grundlegende Standards, Kontrollen – und die Frage, wie ernst man es mit der Aufwertung der Linzer Einkaufsstraße wirklich meint. Während im Rathaus über Lösungen beraten wird, spitzt sich die Debatte vor Ort weiter zu.
Es ist ein Stück Landstraße, über das seit Jahren gesprochen wird – und das nicht zur Ruhe kommt. Während im Rathaus Strategien gewälzt werden, wie man die Einkaufsstraße beleben, Leerstände reduzieren und die Aufenthaltsqualität heben kann, sorgen ausgerechnet die nicht filialgebundenen Lebensmittelgeschäfte im Süden der Flaniermeile immer wieder für Schlagzeilen.
Sinnbildlich für die südliche Landstraße
Passanten bietet sich nicht zu selten ein Bild, das viele Linzer als sinnbildlich für die Probleme im südlichen Abschnitt sehen: Früher waren es etwa meterhoch gestapelte Paletten und Kisten, die den Gehsteig verengten, jetzt sind es meist Unmengen an Verpackungsmaterial und Kartons. Im vergangenen Sommer kam es unter anderem zur Anzeige wegen nicht genehmigter Holzpalettenkörbe und ungeschützt gelagerter Waren im Freien.
„Raml muss handeln“
In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch VP-Stadtvize Martin Hajart: „Bei der Anlieferung dort wird das ungekühlte und unverpackte Fleisch mit bloßen Händen vom Transporter gehievt. Jegliche Hygienevorschriften werden in keinster Weise eingehalten, der Gesundheitsstadtrat muss dringend handeln.“
„Hier müssen wir bei den Basics anfangen“
Hajart sieht in der Situation ein Beispiel dafür, woran es auf der südlichen Landstraße hapert: „Hier müssen wir bei den Basics anfangen, Sauberkeit und Hygiene sind das A und O und nicht verhandelbar.“ Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) hatte im Vorjahr engmaschige Kontrollen versprochen, meinte aber: „Bei andauernden Hygieneverstößen bräuchten wir mehr Handhabe.“
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