Eisschnellläuferin Jeannine Rosner hat ihre ersten Olympischen Winterspiele mit Rang acht im Massenstart abgeschlossen! Die 19-Jährige lieferte nach einem aktiven Rennen ihr erstes Top-Ten-Ergebnis in Mailand ab. Davor war ihr engerer Tiroler Landsmann Gabriel Odor im Massenstart auf Rang zwölf gekommen. In Peking 2022 war er Zehnter geworden. Gold ging zum Abschluss der Bewerbe im Speed Skating Stadium an die Niederlande – Jorrit Bergsma und Marijke Groenewoud.
Rosner war als Sechste ihres Semifinales aufgestiegen, die Top-8 kamen weiter. In der Medaillen-Entscheidung sicherte sie sich gleich den ersten Zwischensprint und damit drei Punkte, was ihr letztlich den Top-Ten-Platz brachte. Im Sprint um die Medaillen ging Rosner in der vorletzten Runde mit, hatte aber nicht ganz die erforderliche Endgeschwindigkeit. Rosner war bei diesen Spielen viermal angetreten: Über 3.000 m bzw. 1.000 m war sie Vorletzte bzw. Letzte geworden, über 1.500 m im 29er-Feld 16. Anna Molnar schied im Semifinale als 13. wie Alexander Farthofer als 14. aus.
Rosner: „Unbeschreiblich!“
„Ich bin glücklich, dass es so geklappt hat, Platz acht ist unbeschreiblich“, bilanzierte Rosner im ORF. „Ich könnte nicht zufriedener sein, gerade weil es am Anfang nicht so gut gelaufen ist.“ Der olympische Funke dürfte nun definitiv übergesprungen sein. „Ich bin jetzt besser vorbereitet und freue mich darauf, in vier Jahren noch einmal antreten zu dürfen.“
Odor orientiert sich am falschen Star
Odor war mit Medaillen-Ambitionen in den Massenstart gegangen. Im Semifinale als Siebenter aufgestiegen, hielt sich der Tiroler Achte über 1.500 m in den entscheidenden 16 Runden zu sehr und lange an Jordan Stolz, während der Niederländer Jorrit Bergsma mit Viktor Hald Thorup schon längst ausgerissen war. Der 40-jährige Bergsma hängte den Dänen letztlich ab, im Sprint des Feldes holte der Italiener Andrea Giovannini vor Stolz Bronze. Frauen-Silber und -Bronze gingen an Ivanie Blondin (CAN) und Mia Manganello (USA).
Odor aber war bitter enttäuscht. Er hatte spekuliert, dass Stolz die Lücke zufährt. „Normal macht er das mit zwei Schritten.“ Der ÖOC-Athlet vermisste auch Unterstützung eines Landsmanns, aber nur wenige Nationen waren im Finale doppelt besetzt. Odor: „Ich habe die letzten vier Jahre jeden Cent, den ich verdient habe vom Bundesheer und jede Stunde in den Tag investiert – mit sehr, sehr hohen Erwartungen und einem großen Ziel. Man kriegt die Chance alle vier Jahre, jetzt ist die Enttäuschung riesig.“ Ob er bei Olympia 2030 dabei sein wird, stellte er infrage.
Farthofer betonte im ORF, dass er lieber auf den Einzelstrecken fährt. „Da habe ich meine Ruhe, kann mich auf meine Technik und meinen Rhythmus konzentrieren.“ Künftig will er mehr auf das Saisonfinish hinarbeiten, in diesem Winter war er zu Beginn um einiges besser gewesen. Molnar war sehr emotional, hatte sie es doch nach einem im vorigen Frühsommer erlittenen Knöchelbruch zu den Spielen geschafft. „Eine sehr lange Reise hierher. Ich bin wirklich dankbar und irgendwie schon stolz auf mich – von einer fast Karriere verändernden Verletzung auf die olympische Bühne.“
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