50 km Massenstart

Elftes Gold! Klaebo bleibt das Maß aller Dinge

Olympia
21.02.2026 13:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Unglaublich! Auch im Massenstart der Herren über 50 Kilometer konnte niemand Langlauf-Überflieger Johannes Hosflot Klaebo das Wasser reichen. Der Norweger lief am Samstag zu seiner insgesamt elften Olympia-Goldmedaille – der sechsten bei diesen Spielen.

Superstar Johannes Hösflot Kläbo hat am vorletzten Tag der Olympischen Winterspiele eine weitere historische Marke gesetzt. Der Norweger siegte im 50-km-Langlauf in klassischer Technik samt Massenstart vor seinen Landsmännern Martin Löwström Nyenget und Emil Iversen und ist damit der erste Athlet, der bei ein und denselben Spielen sechs Goldene erobert. Zur lebenden Legende hatte sich der 29-Jährige bereits Tage zuvor gemacht, insgesamt hält er nun bei elf Olympia-Triumphen.

Vemeulen fehlte
In einem Ausscheidungsrennen, das ohne den außer Form befindlichen und verfrüht abgereisten Österreicher Mika Vermeulen über die Bühne ging, setzte sich das norwegische Medaillentrio zur Hälfte bereits entscheidend ab. Auf den letzten Kilometern fiel erst Iversen zurück, im Finish ließ Klaebo mit einem Sprint schließlich auch seinen letzten Kontrahenten Nyenget stehen und machte den totalen Triumph perfekt. In allen der sechs Langlauf-Rennen dieser Spiele, inklusive zweier Team-Bewerbe, stand er ganz oben. Damit überholte er den ehemaligen US-Eisschnellläufer Eric Heiden, mit dem er sich seit Mittwoch die Bestmarke noch geteilt hatte.

Drei Norweger am Stockerl
Drei Norweger am Stockerl(Bild: AP/Kirsty Wigglesworth)

Mental noch stärker als 2025
„Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Nach der WM im Vorjahr wussten wir, dass es möglich ist. Es jetzt wieder zu schaffen, ist unglaublich“, erinnerte Kläbo an die Welt-Titelkämpfe in Trondheim, wo er als erster Athlet der WM-Historie alle sechs Bewerbe gewann. „Ich fühle mich mental in einer besseren Verfassung als letztes Jahr, jetzt habe ich viel mehr Spaß auf der Strecke. Obwohl ich auch nervös war vor einigen Rennen, hat es sich immer gut angefühlt, jedes Mal rauszugehen und um die Medaillen zu laufen.“

Nyenget, der Kläbo auf den letzten Metern nichts mehr entgegenzusetzen hatte, blieb nur, den Hut zu ziehen. „Ich glaube langsam, er ist wirklich eine Maschine“, meinte der 33-Jährige, der seine Karriere fortsetzen wird, weitere olympische Spiele aber ausschloss. Das möglicherweise letzte Rennen war es gar für Iversen, der über einen seiner größten Erfolge jubeln durfte.

Kläbo wird hingegen weiter an seinem Denkmal basteln. Mit nunmehr elf Goldenen bei den Spielen in Pyeongchang 2018 (3), Peking 2022 (2) und Mailand/Cortina ist er einsame Spitze. Seine in dieser Wertung bis dahin führenden Landsleute Marit Björgen, Ole Einar Björndalen und Björn Dählie hatte er bereits am vergangenen Sonntag mit Gold Nummer neun überholt.

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