Schnee, Wind und schlechte Sicht: Das Winterchaos legte am Freitagvormittag auch den Betrieb am Flughafen Wien teilweise lahm. Start- und Landebahn mussten gesperrt werden. Zahlreiche Flüge wurden umgeleitet – und plötzlich stand Kärnten im Mittelpunkt des internationalen Luftverkehrs.
Der teils heftige Schneefall in weiten Teilen Österreichs schränkte am Freitagvormittag auch den Luftverkehr ein – und genau aus diesem Grund herrschte am Airport Klagenfurt reger Betrieb. So landeten am kleinen und vom Schneechaos verschont gebliebenen Klagenfurter Flughafen Maschinen, die dort sonst kaum zu sehen sind. Besonders auffällig: Zwei Großraumflugzeuge der Austrian Airlines aus den USA.
„Dreamliner“ aus New York 767 aus Washington
Um 8.30 Uhr setzte ein „Dreamliner“ aus New York auf. Das ist eine moderne Langstreckenmaschine vom Typ Boeing 787 mit knapp 300 Sitzplätzen. Nur eine halbe Stunde später folgte eine Boeing 767 aus Washington.
Ganz reibungslos lief es nicht. Die mobilen Gangway-Treppen mussten erst an die Höhe der Großraumflieger angepasst werden. Das dauerte etwas. Geduld war gefragt – bei den Passagierinnen und Passagieren ebenso wie beim Bodenpersonal.
Ein Teil der Reisenden blieb vorerst in Klagenfurt. Andere mussten improvisieren. Die Weiterreise erfolgte mit dem Zug in Richtung Wien oder Linz. „Am Freitagnachmittag wurden Ersatzcrews eingeflogen. Sie übernehmen die Maschinen und bringen sie zurück nach Wien, sobald es die Wetterlage zulässt“, heißt es.
Das Schneechaos zeigt, wie rasch der internationale Flugverkehr ins Wanken geraten kann. Innerhalb weniger Stunden wurde Klagenfurt vom Regionalflughafen zum Ausweich-Drehkreuz.
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