Bredlinger:

„Ein Wahnsinn, was Hodgkinson alles draufhat!“

Sport-Mix
20.02.2026 15:07
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Die Leichtathletik-Welt verneigt sich vor Keely Hodgkinson, die in Liévin über 800 m den knapp 25 Jahre alten Hallen-Weltrekord von Jolanda Čeplak pulverisiert hat. Österreichs 800-m-Star Caroline Bredlinger bringt es auf den Punkt: „Es ist ein Wahnsinn, was diese Frau draufhat. Sie hat ja den Weltrekord nicht um eine Hundertstel oder eine Zehntel, sondern um fast eine Sekunde verbessert!“

So wie die Burgenländerin, so waren an dem historischen Abend alle sprachlos, die dieses unfassbare Rennen live in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Halle oder daheim am TV erlebten. In 1:54,87 Minuten verbesserte die Britin den Čeplak-Weltrekord (1:55,82) um 0,95 (!) Sekunden. Das sind Welten in unserer schnelllebigen Zeit, in der es bei neuen Rekorden fast immer nur um Hundertstel geht. Keely Hodgkinson aber stellte einen der sensationellsten Frauen-Weltrekorde der Leichtathletik-Geschichte auf.

Und sagenhaft, wie ihr diese neue Bestmarke gelang! Caroline Bredlinger: „Ich wusste zwar, dass sie sicher einen Weltrekord draufhat. Aber dass sie diesen Rekord noch dazu alleine von vorne weg läuft, ist einfach unfassbar. Es ist arg, was Keely alles kann.“ Die Olympiasiegerin und viermalige Europameisterin (je zweimal Freiluft und Halle) sei in allen Belangen „jedenfalls ein großes Vorbild“.

„Cool, dass der Rekord gebrochen wurde“
Bredlinger, der im Vorjahr der große Durchbruch auf internationaler Bühne gelungen war, sagt auch: „Es ist auch mega cool, dass dieser Rekord endlich gebrochen wurde.“ Der Weltrekord ist schon eine kleine Ewigkeit her, viele aber, die das Rennen damals im Dusika-Stadion live erlebt haben (wie ich als EM-Pressechef), ist es so, als wäre es gerade jetzt geschehen: An jenem 2. März 2002 gewann Jolanda Čeplak in dem schier wahnsinnigen Finale der Hallen-EM Gold vor Steffi Graf (1:55,85).

Caroline Bredlinger
Caroline Bredlinger(Bild: ÖLV/Ivica Veselinov)

Späte Doping-Sperren für Čeplak und Graf
Die obligatorischen Dopingkontrollen bei der EM, aber auch die anschließend folgenden Out-of-Competition-Tests durch den Weltverband überstanden die beiden Läuferinnen klaglos. Erinnert aber sei, dass Jahre später Jolanda Čeplak und Steffi Graf noch wegen Vergehen der Anti-Doping-Bestimmungen gesperrt wurden.

Solo ein Angriff aufs WM-Limit
Die 24-jährige Caroline Bredlinger selbst startet am Samstag beim 2. Internationalen ÖLV-Hallenmeeting in der Sport Arena Wien. Kurzfrist habe sie sich entschieden, über 800 m zu laufen (ursprünglich wollte sie nur über 1500 m starten). „Ich will aber versuchen, auch im Alleingang das Direkt-Limit für die Hallen-WM zu schaffen.“ Solo ist es freilich eine sehr heftige Herausforderung, die geforderten 2:00,90 für die WM in Torun (20. bis 22. März) zu knacken.

In Ostrava hatte sie diese Norm am dritten 3. Februar in 2:00,97 um gerade einmal sieben Hundertstel verfehlt. Mit dieser Zeit liegt sie im Qualifikations-Ranking für die Hallen-WM derzeit auf dem 27. Platz. Limit-Schluss ist in gut zwei Wochen (8. März). Da jedoch nur 30 Läuferinnen in Torun startberechtigt sind, greift Caro Bredlinger am Samstag das Limit erneut an. Je nachdem, wie es ihr danach geht, startet sie noch über 1500 m, um die Norm für die Staatsmeisterschaften eine Woche später in der Tasche zu haben.

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