16.05.2014 15:38 |

Flucht vor Armut

Neue Flüchtlingswelle rollt auf Europa zu

Europa muss sich auf eine neue Flüchtlingswelle einstellen: In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres sind dreimal so viele Personen wie 2013 aufgegriffen worden, die versuchten, die EU-Außengrenzen illegal zu übertreten. Die meisten fliehen vor Krieg und Armut über das Mittelmeer.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hat die europäische Grenzschutzbehörde Frontex von Jänner bis April heuer 42.000 Menschen bei dem Versuch ertappt, in die EU zu gelangen. Vize-Frontex-Direktor Gil Arias schlug Mittwoch in Brüssel Alarm, weil es nur auf dem Höhepunkt des Arabischen Frühlings 2011 höhere Flüchtlingszahlen gegeben habe.

Darüber hinaus sei die Zahl der Asylanträge in der Europäischen Union um 41 Prozent gestiegen. Etwa die Hälfte wurde in Deutschland und Schweden gestellt. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Libyen über das Mittelmeer nach Italien. Laut Frontex sind auf dieser Route 26.000 Personen aufgegriffen worden. Das sind um 800 Prozent mehr als 2013.

Diese Zahlen werden noch weiter dramatisch ansteigen, denn die meisten Flüchtlinge kommen in den Sommermonaten, wenn es warm ist, über das Mittelmeer. Wie immer streiten unterdessen die EU-Staaten untereinander, wer wie viele Flüchtlinge aufnehmen sollte.

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