NÖ gegen Wien

Kampfansage in Reimform im Streit um Gastpatienten

Niederösterreich
11.02.2026 18:00

Im Gastpatienten-Streit mit Wien erhöht die niederösterreichische ÖVP die Schlagzahl. Zu einer Kampagne mit flottem Spruch gibt es auch gute Ratschläge an die Wiener Genossen. Und auch aus der Bundeshauptstadt kommen verbale Spitzen.

„Es ist unverständlich und untragbar, dass Patienten aus Niederösterreich in Wiener Spitälern abgewiesen werden.“ Franz Dinhobl, Gesundheitssprecher der ÖVP im Landtag, bringt einmal mehr die Empörung im weiten Land über die OP-Blockade in den Kliniken der Bundeshauptstadt auf den Punkt. Und ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner legt noch eins drauf: „Wir erhöhen in dieser Causa die Schlagzahl.“

Bereits Anfang des Monats hat ja, wie berichtet, ein Patient aus Niederösterreich mit Unterstützung des Landes Klage eingebracht. Ihm war nach ohnehin sechsmonatiger Wartezeit ein OP-Termin in Wien mit Hinweis auf seinen Wohnort abgesagt worden.

Vers fürs rote Stammbuch
Und jetzt schreibt die ÖVP dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) auch noch einen flotten Reim ins Stammbuch: „Schluss mit Blockieren. Wien muss operieren!“ Unter diesem Motto startet die Partei eine Kampagne auf allen Kanälen, bei der im Internet (gastpatienten.at) Protestunterschriften gesammelt werden. Zauner: „Jetzt muss auch dem Herrn Hacker klar sein, dass sich Niederösterreicher nicht als Patienten zweiter Klasse behandeln lassen.“

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Wenn der Stadtrat Hacker Geld sucht, soll er unsere strengen Regeln für die Sozialhilfe übernehmen. Dann hätte er auf einen Schlag 300 Millionen Euro.

Matthias Zauner, ÖVP-Landesgeschäftsführer in NÖ

NÖ zahlt für die Patienten
Zauner und Dinhobl betonen zum wiederholten Mal ihre Überzeugung, die Vorgangsweise Wiens sei verfassungswidrig: „Gesundheitsversorgung darf nicht vom Meldezettel abhängen.“ Die Behandlung von Landsleuten in Wiener Spitälern sei nämlich keine Kulanz der Bundeshauptstadt: „Niederösterreich bezahlt, wie im Finanzausgleich vereinbart und vom Wiener Bürgermeister unterschrieben, 500 Millionen Euro dafür.“

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Es ist erstaunlich, welche Pirouetten die ÖVP Niederösterreich dreht, statt gute Lösungen für die Gesundheitsversorgung zu finden.

Peter Hacker, SPÖ-Gesundheitsstadtrat in Wien

Hacker „erstaunt“ über ÖVP
Der Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker reagiert mit einer verbalen Spitze: „Es ist erstaunlich, welche Pirouetten die ÖVP Niederösterreich dreht, statt gute Lösungen für ihre Bürger und deren Gesundheitsversorgung zu finden.“ Er bleibt dabei: Eine gemeinsame Planung und Finanzierung würde „das Thema Gastpatienten sofort beenden“. Zauner und Dinhobl wollen indes nicht lockerlassen: „Wir kämpfen für Gerechtigkeit!“

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