Am Milchviehbetrieb von Familie Steindl sind nicht nur Kühe zu finden. Der Lichtrauterhof in Fresach ist bundesweit eine wichtige Adresse, wenn es um das Thema Pferdezucht geht. Die „Krone“ besuchte den leidenschaftlichen Pferdezüchter.
Pferde lassen das Herz von Christian Steindl aufblühen. Das ist beim „Krone“-Lokalaugenschein gleich zu spüren. „1938 hat mein Opa den Hof gekauft, nach meinem Papa übernahm ich und baute die Pferdezucht aus“, erklärt der Familienvater.
Und so laufen aktuell sieben Stuten, drei jüngere Stuten, vier Jungpferde, zwei Fohlen und ein Hengst am Gelände des Lichtrauter-Hofs in Fresach herum.
Preisgekrönte Pferde
Doch seine gezüchteten Noriker-Pferde, die Steindl als die gemütlichste Pferderasse bezeichnet, sind besonders: „Unsere Marlis zum Beispiel wurde 2020 zur Norikerstute des Jahres gekürt“, freut sich der Fresacher über viele weitere abgeräumte Titel in den vergangenen Jahren. Wer sich mit Pferdezucht auskennt, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. „Für mich ist das ein Hobby, ich liebe es“, erzählt er mit strahlenden Augen. Seine Zuchttiere kommen meist für Kutschenfahrten, in Tourismusgebieten, etc. zum Einsatz.
Auch seine Kinder, die Enkel und seine Frau Hannelore sind mit voller Freude dabei und helfen am Hof mit. Und diese vielen Hände benötigt es auch am Bauernhof. Denn dort sind nicht nur die kräftigen Kaltblutpferde zu finden. „Wir haben einen Milchviehbetrieb mit 30 Kühen und insgesamt 70 Rindern. Mein Enkel Oliver hat sich auf Brillenschafe und Ziegen fokussiert, auch die laufen bei uns herum“, zeigt der Vollblutbauer die Tiere bei einem Hofrundgang, wo auch zwei Ponys entgegengelaufen kommen.
„Bauernsterben bedenklich“
Als bedenklich bezeichnet der 58-Jährige das Bauernsterben. Es sei schlimm zu beobachten, wie die Höfe nach der Reihe zusperren. „Einerseits ist es verständlich, weil man 365 Tage im Jahr angebunden ist. Andererseits traurig, die Arbeit ist wunderschön und Bauern braucht es. Deshalb ist auch verständlich, dass die junge Generation Landwirtschaft umstrukturiert und anders denkt“, so der Landwirt wehmütig.
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