Austria - Sturm 1:2
In der 89. Minute stand für den Vorjahresmeister das Tor nach Europa noch weit offen. Grünwald trat zum Elfmeter an, setzte den Ball aber an die Kreuzlatte. Vorausgegangen war dem Strafstoß ein Handspiel von Hadzic im Sechzehner - unmittelbar danach knallte Horvath den Ball ins Netz, zuvor war aber schon der Elferpfiff von Schiedsrichter Schörgenhofer ertönt. Es war der Höhepunkt eines dramatischen Spiels, das erst in der Schlussphase so richtig Fahrt aufgenommen hatte: So war Sturm nach einer Kombination über Florian Kainz und Djuricin durch Beric, der Austria-Goalie Lindner überraschte, in der 75. Minute mit 1:0 in Führung gegangen.
Sechs Minuten später ließ Beric im Zuge eines Konters aus ähnlicher Position die Chance auf das zweite Tor aus. Dafür schnupperte die Austria in der 86. Minute wieder am Europacup, als der eingewechselte Jun nach Vorarbeit von Hosiner den Ausgleich erzielte. Schon wenige Sekunden später jedoch folgte der Schock für die Gastgeber: Der kurz zuvor ins Spiel gekommene Schmerböck schlug einen Ball zur Mitte, Ortlechner fälschte ab und der ebenfalls eingewechselte Beichler war aus kurzer Distanz erfolgreich. Es folgten die Elfmeter-Situation und bis zum Schluss verzweifelte Angriffe der Austria - doch das Tor wollte nicht mehr gelingen.
Innsbruck - Grödig 3:3
Grödig war im Tivoli-Stadion von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft und nagelte den Gastgeber in dessen Hälfte fest. Ein Kopfball von Innenverteidiger Karner an die Latte (6.) war die erste nennenswerte Aktion. Auf der Gegenseite köpfelte Vuleta zwar ins Netz (7.), allerdings hatte der Ball vor der Flanke von Milosevic bereits die Outlinie überquert. In weiterer Folge kamen die Tiroler besser in die Partie und tauchten mehrmals, aber letztlich harmlos im Grödiger Strafraum auf. Gefährlich wurde es dagegen in der 20. Minute vor dem Innsbrucker Tor: Goalie Safar ließ einen Tomi-Schuss aus kurzer Distanz abprallen, direkt vor der Linie knallte Elsneg den Ball an die Latte. Aus einem Konter fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch die Führung - allerdings für die Salzburger: Huspek spielte den Ball von links gut in die Mitte, Safars kurze Abwehr traf Tomi, von dessen Fuß gelangte die Kugel zu Wacker-Verteidiger Djokic und schließlich ins Tor (45.+1).
In der zweiten Hälfte machte Wacker mehr Druck. Jevtic wartete in der 54. Minute zu lange mit dem Abschluss, sodass Huspek noch retten konnte. In der 63. Minute machte es der 21-jährige Schweizer aber besser und traf nach Vuleta-Zuspiel aus gut zwölf Metern wuchtig ins rechte Kreuzeck. Vuleta selbst ließ dann Tschernegg aussteigen und brachte den Absteiger mit einem flachen Schuss ins linke Eck in Front (67.). Doch schon im Gegenzug verwandelte Elsneg nach Boller-Flanke per Kopf (68.). In Minute 82 brachte Tomi wieder die Gäste in Führung: Nach einem Querpass von Tschernegg setzte sich der Spanier im Strafraum durch und schickte den Ball an Schober vorbei. Vorbei war der Torreigen damit aber noch nicht, denn Gründler besorgte in der 90. Minute nochmals den Ausgleich für Wacker.
Ried - Rapid 2:5
Rapid feierte zum Abschluss einen klaren Auswärtserfolg in Ried. Die Hütteldorfer blieben damit zum elften Mal in Folge ungeschlagen. Die Gastgeber beendeten die Saison nach der glatten Niederlage beim Abschiedsspiel von Trainer Angerschmid auf Platz sechs. In den Torgehäusen kamen in einem Match mit nur noch geringer Bedeutung mit Lucic und Maric zwei Ersatzleute zu ihren Bundesligadebüts. Nach zwölf Minuten fiel das 1:0 für Rapid: Burgstaller ließ nach einem Schrammel-Zuspiel im Strafraum zwei Rieder aussteigen und vollendete mit links ins lange Eck. Für Burgstaller war es das erste Tor in diesem Jahr, es sollte nicht das einzige bleiben. In der 25. Minute verhinderte nur die Stange das 2:0 der Gäste: Boyd traf mit einem Weitschuss das Gehäuse. Kurz darauf sorgte ein Eigentor für den Ausgleich. Rapid-Verteidiger Pavelic beförderte eine Flanke unglücklich über die Linie.
Bis zur Pause fanden die Rieder aber besser ins Spiel und damit ging das Remis auch in Ordnung. Die erste Großchance nach Wiederbeginn hatten die Gäste aus Wien, die zunehmend wieder das Kommando übernahmen. Alar scheiterte mit einem Weitschuss aber an Lucic. Schon kurz darauf war es wieder Burgstaller (53.), der für die neuerliche Führung des Rekordmeisters sorgte. Der Kärntner schoss nach einem Schaub-Pass von der Ried-Abwehr im Strafraum allein gelassen trocken ein. Auch beim dritten Rapid-Treffer hatte Burgstaller seine Beine im Spiel. Er legte in der 71. Minute ideal für Boyd auf, der den Stanglpass sicher verwertete. In der Schlussphase gab es noch drei weitere Treffer. Zunächst legte der überragende Burgstaller (83.) mit einem sehenswerten Schuss zum 4:1 nach, dann verkürzte Kragl (86.) zwischenzeitlich, ehe der eingewechselte Trimmel (90.) für Rapid den Endstand besorgte.
WAC - Salzburg 2:0
Meister Red Bull Salzburg kassierte zum Meisterschaftsabschluss seine sechste Saisonniederlage und verpasste damit einige anvisierte Liga-Rekorde. Die Bullen unterlagen beim WAC 0:2 und schrammten damit in erster Linie am Punkterekord von Austria Wien vorbei. Salzburg-Trainer Schmidt entschied sich in seinem letzten Spiel in Österreichs Bundesliga für Walke auf dem Torwartposten, Gulacsi nahm auf der Bank Platz. Prompt wurde Salzburgs Schlussmann vom ersten Torschuss der Gastgeber überrumpelt, Kerhe traf nach Seebacher-Zuspiel aus rund 20 Metern Entfernung über den Deutschen zum 1:0 ins lange Eck. Bei diesem Treffer half auch ein wenig der plötzlich aufgekommene Wind mit, der WAC hatte ihn im Rücken. Die Salzburger taten sich auch deswegen schwer. Bei einem Soriano-Lupfer rettete Hüttenbrenner vor der Linie (38.). Auf WAC-Seite hatte Jacobo noch vor dem Wechsel zweimal die Chance auf das 2:0, doch ging der Ball einmal über und einmal neben das - leere - Tor.
Die zweite Hälfte pfiff Schiedsrichter Lechner wegen starken Winds und Regens mit einigen Minuten Verspätung an, die Partie war ab da am Rande der Regularität. Es änderte sich aber nichts Entscheidendes am Charakter des Spiels. Im Gegenteil: So wurde ein Silvio-Kopfballtor aus nicht klar ersichtlichen Gründen nicht anerkannt (51.) und Walke musste sich bei einem Kerhe-Weitschuss auszeichnen (54.). Die Entscheidung zum ersten WAC-Sieg nach fünf Niederlagen fiel nach Standfest-Flanke durch einen Jacobo-Kopfball, auch wenn es Soriano fünf Minuten nachher mit einem sehenswerten Freistoß noch hätte spannend machen können. Der Ball ging aber an die Latte. Unmittelbar danach wurde Salzburgs Mane ausgeschlossen (74.), laut Lechner habe er in einem Zweikampf seinen Ellenbogen zu stark eingesetzt.
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