Treffen mit Putin?
Kreml: Epstein war kein russischer Spion
Der Kreml hat Spekulationen über eine Agententätigkeit des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zurückgewiesen. Er sei versucht, „viele Witze über diese Version“ der Dinge zu machen, „aber das wäre Zeitverschwendung“, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.
Der Name des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird häufig in den veröffentlichten Epstein-Dokumenten erwähnt, meist allerdings im Zusammenhang mit Medienberichten. Demnach hatte der Investmentbanker und Straftäter auch den Wunsch, Putin persönlich zu treffen. Einen Beweis dafür, dass es tatsächlich eine Zusammenkunft der beiden gab, gibt es nicht. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass man nie eine Anfrage Epsteins erhalten habe.
Auch eine Agententätigkeit des US-Amerikaners für Russland wies er zurück. Polens Regierung hatte zuvor angekündigt, mögliche Verbindungen des Sexualstraftäters zum russischen Geheimdienst zu untersuchen.
Dokumentiert ist jedoch, dass Epstein häufig versuchte, junge Frauen aus Russland nach Europa und in die Vereinigten Staaten zu bringen. Ihm wird vorgeworfen, jahrelang Tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht zu haben. Teils soll er sie auch an Prominente weitergereicht haben. Der Banker wurde zweimal festgenommen und einmal zu einer 18-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Kurz vor einem weiteren Prozess wurde Epstein 2019 erhängt in seiner New Yorker Zelle gefunden.
Starmer entschuldigt sich bei Opfern
Das US-Justizministerium hat inzwischen Millionen Dokumente zu dem Fall veröffentlicht, in denen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auftauchen, darunter auch US-Präsident Donald Trump, Tech-Milliardär Elon Musk und der ehemalige britische Prinz Andrew. Der britische Ex-Wirtschaftsminister und ehemalige Botschafter in den Vereinigten Staaten Peter Mandelson soll sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben, gegen ihn ermittelt nun die Polizei. Überhaupt geht aus den Dokumenten eine enge Freundschaft zwischen Mandelson und Epstein hervor.
„Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde, es tut mir leid, dass so viele Menschen mit Macht Sie im Stich gelassen haben. Es tut mir leid, dass ich Mandelsons Lügen geglaubt und ihn ernannt habe“, nahm der britische Premierminister Keir Starmer Stellung und entschuldigte sich bei den Opfern. Mandelson sitzt seit dieser Woche nicht mehr im britischen Oberhaus und soll auch seinen Titel als „Lord“ verlieren.











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