Glasklarer Auftrag. So eine einhellige Meinung – die gibt es hierzulande nur noch selten. Mehr als 90 Prozent der Österreicher sprechen sich laut repräsentativer Umfrage „voll“ oder zumindest „mit Einschränkungen“ für eine Altersbeschränkung bei sozialen Medien aus. Anders gefragt, ob es ein gesetzliches Verbot für Kinder und Jugendliche geben sollte, soziale Medien zu nutzen, fällt der Wert nur unwesentlich niedriger aus. Eine klare Sprache, ein glasklarer Auftrag für die türkis-rot-pinke Regierung.
Minister-Vollgas. Doch während sich in den größeren Parteien der Koalition, ÖVP und SPÖ, viele für eine rasche Umsetzung eines solchen Verbotes in Österreich aussprechen, treten die Neos auf die Bremse: Dort will man auf eine gesamteuropäische Einigung warten. Das hat zwar etwas für sich, weil eine „Insel-Lösung“ für Österreich lückenhaft bleiben muss und die Einhaltung nur schwer überprüfbar sein wird. Aber auf eine EU-Lösung warten? Das kann bekanntlich bis zum berühmten St. Nimmerleinstag dauern. Dann sind womöglich schon die heute erst 10-Jährigen dem Schutzalter entwachsen. Seine Partei zu überzeugen – da wäre der von den Neos gestellte Bildungsminister Christoph Wiederkehr gefordert, der bei der Lehrplanreform Vollgas gibt. Erst diese Woche hat Wiederkehr eine Umfrage präsentiert, wonach die sozialen Medien aus Sicht der Lehrer die größte Herausforderung sind. Dann erwarten wir Minister-Vollgas wie bei seiner Latein-Reduzierung nun auch beim Social-Media-Verbot!
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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