Nach massiven Protesten gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina hat sich nun auch die italienische Regierung in Rom in die Debatte eingeschaltet. Innenminister Matteo Piantedosi schlägt dabei überraschenderweise sehr sanfte Töne an.
Die Präsenz der ICE-Beamten hatte politische Kontroversen ausgelöst, vor dem Hintergrund landesweiter Proteste in den USA nach tödlichen Schüssen in Minneapolis. Doch die italienische Regierung wies am Mittwoch Kritik an der Anwesenheit von ICE-Beamten bei den am Freitag beginnenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo als unbegründet zurück.
ICE-Beamte: Keine operativen Polizeiaufgaben in Italien
In einer Erklärung vor der Abgeordnetenkammer in Rom betonte der italienische Innenminister Matteo Piantedosi, dass die ICE-Agenten keine operativen Polizeiaufgaben in Italien übernehmen würden. „Sicherheit und öffentliche Ordnung werden ausschließlich von unseren eigenen Polizeikräften gewährleistet“, sagte Piantedosi.
Vance und Rubio am Freitag in Mailand
Die ICE-Agenten seien lediglich für Analyse- und Informationsaustausch mit den italienischen Behörden im Einsatz, wie dies bereits in über 50 Ländern praktiziert werde, argumentierte der Innenminister. An der Eröffnung der Olympischen Winterspiele im Mailänder San-Siro-Stadion nehmen am Freitag auch US-Vizepräsident James Vance und US-Außenminister Marco Rubio teil.
Piantedosi bezeichnete die Olympischen Winterspiele als Chance, das Image Italiens zu stärken und die internationale Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit zu fördern. Er verwies zudem auf frühere Kooperationen, etwa den Einsatz italienischer Polizisten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, ohne dass es Kritik gegeben habe.
6000 Polizeikräfte im Einsatz
Der Sicherheitsplan für die Olympischen Winterspiele in Mailand Cortina (6. bis 22. Februar) sieht den Einsatz von 6000 Polizeikräften vor, darunter Spezialisten wie Sprengstoffexperten, Hundestaffeln, Scharfschützen und Antiterror-Einheiten. Für die Sicherheitsmaßnahmen wurden 30 Millionen Euro für 2025 und 114 Millionen Euro für 2026 bereitgestellt, erklärte der Innenminister.
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