"Chicharito", die kleine Erbse, wird er seit Jahren auch wegen der leuchtend grünen Augen genannt. Das steht als Name über der Rückennummer 14 auf seinem Dress. Die große Erbse "Chicharo" war sein Vater 1986 – bei der WM im eigenen Land, als alles im Zeichen von Sanchez stand, zwar dabei, aber nie im Einsatz.
Hugo Sanchez traf für Mexiko nicht so oft wie Chicharito – beide haben 58 Länderspiele. Sanchez mit 29 Toren, der Nachfolger neun mehr. Der wurde 2010 bei der WM in Südafrika mit Toren gegen Frankreich und beim K. o. gegen Argentinien weltbekannt – bereits vorher holte ihn der berühmte Sir Alex Ferguson zu Manchester United. Es schien steil bergauf zu gehen: 2011 mit Mexiko Sieg beim Gold-Cup, dabei bester Spieler und Torschütze, im Wembley-Stadion beim Champions-League-Finale in der Manchester-Startelf. In der Königsklasse traf er so oft wie Wayne Rooney.
Aber seit zwei Jahren ist er nur Mitläufer. Vielleicht weil Manchester Robin van Persie nach Old Trafford holte. Auch bei Mexiko. Fast hätte er mit einem gegen Costa Rica vergebenen Elfer Mexikos Scheitern in der WM-Qualifikation verursacht, im Play-off verzichtete der neue Teamchef Miguel Herrera (der vierte in zwei Monaten) auf ihn. Seither gilt er als Nervenbündel – Hugo Sanchez forderte ihn via TV zum Klubwechsel auf: "Wenn du nicht spielst, kommst du nicht voran."
In Mexikos Defensive dreht sich alles um Kapitän Rafael Marquez, den ehemaligen Barcelona-Legionär. Vorne gibt's trotz aller Rätsel um die "kleine Erbse" keine andere Hoffnung auf Tore als die Nummer 14.
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